Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat die Kirche zu einer entschiedenen und einheitlichen Linie beim Lebensschutz aufgefordert. Gerade beim Thema Sterbehilfe oder beim Umgang mit Embryonen würden selbst leichte Abstriche der katholischen Lehre insgesamt schaden, sagte Benedikt XVI. am Freitag im Vatikan bei einem Treffen mit den Bischöfen Schottlands. Unterstützung von Sterbehilfe treffe den «Nerv des christlichen Verständnisses von der Würde des menschlichen Lebens». Jüngste Entwicklungen in der medizinischen Ethik und einige Praktiken im Bereich der Embryologie gäben «Anlass zu großer Besorgnis», fügte das Kirchenoberhaupt hinzu. Der Papst ermahnte die Bischöfe, ihre Gläubigen ständig zu vollständiger Treue gegenüber dem kirchlichen Lehramt anzuhalten. Gleichzeitig müssten sie das Recht der Kirche verteidigen, ihren Glauben in der Gesellschaft frei zu leben. Weiter rief Benedikt XVI. zu einem richtigen Verständnis von der Rolle des Priesters und der Laien in der Kirche auf. Mitunter tauche eine Tendenz auf, den Auftrag der Laien mit einem «Laienamt» zu verwechseln. Das sei eine Verengung ihrer kirchlichen Rolle. Aufgabe der Laien sei es, aufgrund ihrer Berufung durch die Taufe in der Familie wie im Arbeitsleben aktiv an der Mission der Kirche zur Heiligung der Welt teilzunehmen. Eine Neubesinnung auf das Laienapostolat diene einer deutlicheren Unterscheidung der Rolle von Klerikern und Laien und bringe somit einen starken Impuls für die Evangelisierung der Welt, so der Papst. Die Bischöfe Schottlands berichten derzeit im Rahmen ihres alle fünf Jahre fälligen Ad-limina-Besuchs dem Papst und den vatikanischen Behörden über die Situation in ihren Diözesen.