Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat mehr Hilfsangebote für Familien und einen Ausbau der Jugendarbeit durch Staat und Kirche gefordert. Die Erziehung der jungen Generationen sei eine der wichtigsten Aufgaben, sagte der Papst während einer Audienz für die politischen Spitzen der Stadt und Provinz Rom sowie der Region Latium. Die Notwendigkeit Jugendlichen zu helfen, ihr Leben nach christlichen Werten zu gestalten, sei offenkundig, hob das Kirchenoberhaupt hervor. An dem traditionellen Neujahrsempfang nahm unter anderen Roms Bürgermeister Gianni Alemanno teil.
Zugleich hob der Papst hervor, dass die Familie stets im Mittelpunkt staatlicher und kirchlicher Hilfe stehen müsse. Einer individualistischen Abschottung und einer Fixierung auf die eigenen Interessen müsse zudem durch gemeinschaftliche Einrichtungen entgegengetreten werden. Mit Blick auf die römischen Vorstädte und ihre großen sozialen Probleme sagte Benedikt XVI., diese dürften nicht nur Schlafstätten sein. Kirche und Staat müssten zu diesem Zweck zusammenarbeiten. Als Beispiel für eine kirchliche Initiative in den römischen Vorstädten wies der Papst auf das Angebot der Kinderbetreuung für berufstätige Eltern hin.