Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat Priester und Seminaristen zu einem gründlichen und breiter angelegten theologischen Studium aufgerufen. Dies trage zur Qualität ihres Dienstes in der Kirche maßgeblich bei, sagte der Papst am Mittwoch während der Generalaudienz im Vatikan. Zugleich wandte er sich gegen Karrieredenken und Machstreben von Klerikern. Dabei ging der Papst auf den heiligen Dominikus (um 1170 bis 1221) ein, den Gründer des auf Predigt und Glaubensverkündigung spezialisierten Dominikanerordens. Christlicher Glaube dürfe sich nicht in Sentimentalitäten erschöpfen, sondern müsse sich den Fragen der Vernunft stellen, führte der Papst aus. Auch die kulturelle Dimension des Glaubens müsse in der geistlichen Ausbildung Berücksichtigung finden, forderte das Kirchenoberhaupt unter Hinweis auf den heiligen Dominikus. Der mittelalterliche Ordensgründer hatte seine Gemeinschaft zu eingehendem Studium und evangelischer Armut verpflichtet. Durch eine umfassende kulturelle Bildung lasse sich die Schönheit des christlichen Glaubens besser verstehen, erläuterte der Papst vor mehreren Tausend Pilgern aus aller Welt. Nach der Ansprache Benedikt XVI. führten bunt kostümierte Mitglieder des «amerikanischen Zirkus» aus Italien artistische Darbietungen vor. Die zehn Künstler jonglierten und bildeten Menschenpyramiden.