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11.01.10 14:05

Papst: Kein Frieden ohne gerechte Ressourcenverteilung

 

Vatikanstadt (KNA) Der Weltfrieden kann nach Worten von Papst Benedikt XVI. nicht ohne gerechte Verteilung der natürlichen Ressourcen gefördert werden. Unter anderem in Afrika seien Rohstoffe Anlass für viele Konflikte und «eine der Quellen für ein permanentes Risiko», sagte der Papst am Montag beim Neujahrsempfang der Botschafter im Vatikan. Besondere Rücksicht verlangte er für die armen Länder. Die Erde sei in der Lage, all ihre Bewohner zu ernähren. Es könne nicht angehen, dass aus Egoismus «einige die für alle bestimmten Güter für sich allein in Anspruch nehmen», so das Kirchenoberhaupt.

Zugleich rief Benedikt XVI. in seiner politischen Grundsatzrede zu einem stärkeren Kampf gegen den Drogenhandel auf. In Staaten wie Afghanistan und einige Ländern Lateinamerikas stelle der Drogenanbau noch immer eine erhebliche landwirtschaftliche Einkommensquelle dar. Hier müsse es eine Umstellung geben. Der Papst mahnte die internationale Gemeinschaft, sich nicht mit dem Drogenhandel und den schwerwiegenden durch Drogen hervorgerufenen sozialen Problemen abzufinden.

Nachdrücklich kritisierte der Papst die Zunahme der Rüstungsausgaben und die Aufwendungen für Atomwaffenarsenale. Die «enormen wirtschaftlichen Ressourcen» für diese Zwecke sollten für die Entwicklung der ärmsten Staaten verwandt werden. Erwartungen knüpfte Benedikt XVI. dabei an die Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags im Mai in New York.

Im Blick auf Konflikte wie in Darfur, Somalia und der Demokratischen Republik Kongo beklagte der Papst eine «resignierte Gleichgültigkeit der weltweiten öffentlichen Meinung». Solche gewalttätigen Auseinandersetzungen trügen «gemeinsam mit den Geißeln der Armut und des Hungers sowie den Naturkatastrophen und der Umweltzerstörung dazu bei, dass immer mehr Menschen ihr eigenes Land verlassen». An die Regierungen appellierte er, auf diesen Exodus mit Gerechtigkeit, Solidarität und Weitblick zu reagieren.


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