Vatikanstadt (KNA) Die Kirche bedarf nach Ansicht von Papst Benedikt XVI. einer ständigen inneren Reinigung und Erneuerung. Ursache seien das sündhafte Verhalten ihrer Mitglieder, sagte er am Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. In der Kirche gebe es einen «ständigen Kampf zwischen Wüste und Garten, zwischen der Sünde, die die Erde austrocknet, und der Gnade, die für Wasser sorgt und reiche Früchte der Heiligkeit hervorbringt». Anlass war eine Betrachtung des Papstes über das in Italien groß gefeierten Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens am 8. Dezember.
Während Maria frei von Sünde sei, müsse sich die Kirche aufgrund der Fehler ihrer Mitglieder immer wieder neu reinigen, so der Papst. Anlässlich des Immaculata-Festes wird sich Benedikt XVI. am kommenden Dienstag zur Mariensäule nahe der Spanischen Treppe begeben und dort für die Stadt Rom und für die Welt beten. Bei dieser Gelegenheit ist traditionell eine Begegnung und ein Gespräch des Papstes mit dem römischen Bürgermeister vorgesehen. Während das amtierende Stadtoberhaupt Giovanni Alemanno praktizierender Katholik ist, war die Mehrzahl seiner Vorgänger in der Nachkriegszeit Kommunisten - was diesen Treffen oft besondere Aufmerksamkeit verlieh.