Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat die Priester aufgerufen, in ihrem Dienst nicht nach persönlichem Prestige und sozialer Absicherung, sondern nach der Verwirklichung von Gottes Willen zu streben. Wer als Priester vor allem seinen eigenen Ehrgeiz verwirklichen wolle, sei stets «Sklave seiner selbst und der öffentlichen Meinung» und habe die Sinn seines Dienstes «gänzlich falsch verstanden», sagte der Papst am Sonntag während einer Priesterweihe im Petersdom. Ein Priester dürfe nicht die allgemeine Zustimmung zum Maßstab seiner Worte machen und «morgen verurteilen, was er heute lobt». Er müsse vielmehr den Mut besitzen, der Wahrheit Gottes standfest zu folgen, sagte das Kirchenoberhaupt.
Papst Benedikt XVI. weihte am Sonntag 14 Diakone der Diözese Rom zu Priestern, unter ihnen ein Südtiroler. An der feierlichen Messe im Petersdom nahmen unter anderen Kardinalvikar Agostino Vallini, der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom, die Weihbischöfe der Diözese sowie die Seminarleiter und Heimatpfarrer der Neupriester teil.
In seiner Predigt hob Benedikt XVI. hervor, dass die Ausrichtung auf Gottes Willen keineswegs einen Verzicht auf eigene Originalität bedeute. Diese stelle vielmehr eine persönliche Bereicherung dar, weil der Geistliche immer tiefer in die «Wahrheit unserer Existenz und unseres Dienstes» eintrete. Der Papst ermutigte die Neupriester zudem auch in «ermüdenden Momenten» ihren Dienst unermüdlich fortzusetzen. Zugleich hob er die zentrale Bedeutung der Eucharistie für den priesterlichen Dienst hervor.