Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Einzelansicht
(domradio.de) Zwei Wochen nach dem großen Friedensgipfel von Assisi hat Papst Benedikt XVI. zu einem weiteren interreligiösen - und kaum weniger delikaten - Treffen in Sachen Krisenbewältigung eingeladen. In Sonderaudienz empfing er am Donnerstag die Religionsführer einer akuten Krisenregion, den Israelischen Religionsrat, den er auf einen gemeinsamen Einsatz für Frieden, Dialog und Gerechtigkeit einschwor.
Und die rund 30 Spitzenvertreter von Christen, Juden, Muslimen und Drusen äußerten anschließend die Ansicht, dass auch dies ein "historisches" Treffen gewesen sei. Mit Nachdruck forderte Benedikt XVI. die Religionsführer auf, sich für ein Klima von Verständnis und Respekt einzusetzen, das zu Freundschaft und solidem Vertrauen führe. In diesen unruhigen Zeiten hätten die Religionen die Möglichkeit und deren Führungspersonen die Pflicht, ihre Gläubigen zu Dialog und Offenheit und zur Zusammenarbeit für Gerechtigkeit, Wahrheit, Liebe und Freiheit anzuhalten. Das verlange Mut und Visionen, unterstrich der Papst - ganz besonders für das leidgeprüfte Heilige Land, wo das Leben an den Stätten mit ihren geheiligten Traditionen und Erinnerungen voller täglicher Schwierigkeiten sei. Mehr