Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Einzelansicht
(domradio.de) Die Sanierung des Staatshaushalts auf Kosten der katholischen Kirche war lange tabu in Polen. Doch nun will Polens rechtsliberaler Ministerpräsident Donald Tusk mit zahlreichen Strukturreformen insgesamt 2,3 Milliarden Euro einsparen. Kernstück ist die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre. Aber auch die Kirchen sind betroffen. Tusk kündigte die Streichung staatlich finanzierter Priesterrenten an.
Dabei ist Polens katholische Kirche nach eigenem Verständnis nicht reich, auch wenn ihre Sakralbauten vielerorts bestens restauriert sind. Im Gegenteil: „Sie ist eine der ärmsten in Europa“, meint der Chefredakteur der polnischen katholischen Nachrichtenagentur KAI, Marcin Przeciszewski. Genaue Zahlen über ihr Vermögen gibt es allerdings nicht.
Bekannt sind nur die Zahlen des Staatshaushalts. Bislang fließen aus dem Budget jedes Jahr rund 25 Millionen Euro in einen sogenannten Kirchenfonds. Er dient der Finanzierung der Krankenkassen- und Rentenbeiträge von Priesteramtskandidaten, im Ausland wirkenden Missionaren und kontemplativen Ordensschwestern, die ohne eigenes Einkommen sind. 2011 machte der Fonds einen Anteil von 0,03 Prozent am Staatsbudget aus. Auch 2012 wird dieses Niveau beibehalten. Mehr