Vatikanstadt (KNA) Klima-Alarm für die Sixtinische Kapelle: Der «exzessive» Andrang von durchschnittlich 20.000 Besuchern pro Tag sei ein ernsthaftes Problem für die Konservierung der berühmten Michelangelo-Fresken, schrieb der Direktor der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci, in der päpstlichen Tageszeitung «Osservatore Romano» (Freitag). Das Raumklima lasse sich nicht mehr ausreichend kontrollieren, und die Kunstwerke seien nur ungenügend vor Verunreinigungen geschützt. «Wenn wir die Sixtina in akzeptablen Bedingungen für kommende Generationen erhalten wollen, ist das die Herausforderung, die wir bestehen müssen», mahnte Paolucci.
Die Fresken der Sixtinischen Kapelle, unter anderem das «Jüngste Gericht», waren soeben von Staub gereinigt worden. Dafür waren 30 Spezialisten vier Wochen hindurch beschäftigt. Die Arbeiten fanden nachts statt, wenn die Vatikanischen Museen und die benachbarte Kapelle geschlossen sind. Um die Gemälde in bis zu 20 Metern Höhe zu erreichen, nutzten die Restauratoren mobile Hebebühnen.