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(domradio.de) Wann gab Hitler den Befehl zum Holocaust? Generationen von Forschern haben nach einem Datum gefahndet. Bislang vergeblich. Und so gilt die Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 - vor 70 Jahren - als ein entscheidendes Datum für die Durchführung des Verbrechens.
Zu dem Treffen hatte Reinhard Heydrich, Chef der berüchtigten Sicherheitspolizei, Funktionäre von Partei und NS-Staat nach Berlin eingeladen. Zum 70. Jahrestag der Konferenz will Bundespräsident Christian Wulff am Freitag mit dem israelischen Minister Yossi Peled die Gedenkstätte „Haus der Wannseekonferenz“ besuchen und eine Ansprache halten. Zudem sind in der seit 1992 bestehenden Gedenkstätte ein Historikerkongress zum Thema „Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und die Wannseekonferenz“ sowie Theatervorführungen und eine Gedenkveranstaltung geplant. Dabei wird am Donnerstag der ungarische Schriftsteller György Konrad über „Das Schicksal meiner Kleinstadt im Zweiten Weltkrieg“ berichten.
Schon am 31. Juli 1941, kurz nach dem Angriff auf die Sowjetunion, hatte Heydrich von Reichsmarschall Hermann Göring den Auftrag bekommen, einen Plan „zur Lösung der Judenfrage“ zu erarbeiten. Bei der im Januar 1942 stattfindenden „Besprechung mit anschließendem Frühstück“ in der Villa am Wannsee ging es den 15 Staatssekretären, Spitzen der NS-Verwaltung im besetzten Osteuropa und hochrangigen SS-Führern dann um die Frage, wie der Mord zu organisieren sei. Die Vernichtung aller europäischen Juden wurde zum schriftlich fixierten Ziel deutscher Regierungspolitik. MEHR