Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Admont

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Samstag, 4. Februar 2012 Veronika
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Admont

Ort der Weisheit

Klöster waren die "Schreibstuben" des Mittelalters. Den Mönchen war es zu verdanken, dass aufwendig verzierte Werke geschaffen wurden. Ihre Bibliotheken galten als wahre Bücherschatzkammern – die weltweitgrößte Bücherschatzkammer befindet sich in Österreich, im Stift Admont

Benediktenstift Admont

Das Stift Admont liegt nahe den Ennstaler Alpen in der österreichischen Steiermark. Es wurde 1074 von Erzbischof Gebhard von Salzburg gegründet. Im 12. Jahrhundert wurde ein Frauenkloster angebaut. In der Reformationszeit erlebte das Stift einen kulturellen und machtpolitischen Niedergang, das Frauenkloster wurde geschlossen.
Foto: Arco Images

Eingang zum Stift

Admont zieht jedes Jahr mehr als 60.000 Besucher an. Die Benediktiner haben sich perfekt auf ihre Rolle als Touristenattraktion eingestellt und das Stift den Bedürfnissen von Reisegruppen entsprechend gestaltet.
Foto: Bethel Fath

Kräutergarten

Der Klosterkräutergarten darf natürlich nicht fehlen: Direkt hinter dem Stiftstrakt erstrecken sich ein liebevoll gepflegte Beete mit selten Kräutern und Heilpflanzen. Direkt daneben das Kontrastprogramm: der Fußballplatz für das Gymnasium.
Foto: Bethel Fath

Mönche beim Studium im Handschriftenraum

Heute leben im Kloster 35 Benediktinerpater. Der Abt ist Pater Bruno Hubl O.S.B. (links). Er leitet den Konvent seit dreiundzwanzig Jahren. Einer seiner Vorgänger zählte zu den bedeutendsten österreichischen Gelehrten des Mittelalters: Engelbert von Admont (1250 bis 1331). Er ist bis heute ein wichtiges Vorbild für die Admonter Mönche.
Foto: dpa

Bibliothek

Die Klosterbibliothek von Admont ist die größte Klosterbibliothek der Welt. Der Saal wurde unter der Leitung von Architekt Josef Hueber 1776 fertiggestellt. In dem Saal befinden sich mehr als 70.000 Bücher, 48 Fenster lassen die Lichtstrahlen auf die kostbaren Folianten fallen. Der Saal ist in drei Abteilungen gegliedert: aus dieser Perspektive gesehen befinden sich im hinteren Teil die wissenschaftlichen Bände, in der Mitte die philosophischen und ganz vorne die Bücher der Theologie.
Foto: Stift Admont

Der Himmel aus dem Zyklus Die vier letzten Dinge

Den Skulpturenschmuck fertigte Josef Stammel an. Seine Werke sind im Barockstil geahlten, was in starkem Kontrast zur Konzeption des übrigen Saales steht. Denn hier standen die Gedanken der Aufklärung Pate, barocke Elemente wurden kaum noch verwendet. Die Skulpturen bestehen aus bronziertem Lindenholz – die wichtigsten Skulpturen sind die „vier letzten Dinge“. Dieses Bild eine Frau, die von den Engeln in den Himmel getragen wird. Sie soll eine Allegorie für den Himmel sein.
Foto: dpa

Deckengemälde

Die Fresken im Klosterbibliothekssaal zu Admont sind von prächtiger Schönheit. Sie zieren die insgesamt sieben Gewölbekuppeln, Bartolomeo Altomonte (1694–1783) schuf sie 1775/1776. Das Grundthema Zyklus ist die Verbindung von Religion, den Künsten und der Wissenschaft. Das zentrale Fresko zeigt die Offenbarung Gottes an den Menschen.
Foto: Bethel Fath

Salon der Prälatur

1865 wurde in Admont der Südtrakt ausgebaut, das Foto zeigt den Salon der Prälatur. Doch das Stift erlebte nicht nur glänzende Zeiten. Während des Nazi-Regimes wurde es sogar aufgehoben und konnte erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder bezogen werden. Und dennoch: Das Stift Admont war immer ein zentrum des geistlichen Lebens ind Österreich – und ist es bis heute.
Foto: dpa

Statue Bonifatius

Im Park vor dem Haupttrakt findet sich in einer Hecke die Büste des Abtes Bonifatius Zölss. Insgesamt gab es drei Äbte mit diesem Namen, die in den Jahren 1935 bis 1956 hintereinander das Stift Admont leiteten.
Foto: Bethel Fath

Abendstimmung in der Steinmark

Allein auf seine idyllische Lage und das herrliche Panorama darf man das Stift Admont keineswegs reduzieren. Neben der schönen Stiftskirche und der weltberühmten Klosterbibliothek bietet Admont den Besuchern mehrere interessante Ausstellungen, das Muesum bekam deshalb den "Österreichischen Museumspreises 2005" verliehen.
Foto: laif

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