Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Das perfekte Dinner - was isst der Bischof zu Ostern?

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Freitag, 10. Februar 2012 Wilhelm, Bruno
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Das perfekte Bischofsdinner

Das perfekte Bischofsdinner

Die armen Bischöfe und Pfarrer! Osterzeit bedeutet für sie viel, viel Arbeit. Eine Messe folgt der anderen, eine Osteransprache der nächsten. Damit sie die Energie, die sie in der Karwoche verbrauchen, auch wiederbekommen – dafür sorgen die "guten Geister" hinter den Kulissen. Wir haben die beiden Köchinnen des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode bei ihren Ostermenü-Vorbereitungen begleitet.

Es raucht und zischt. Innerhalb weniger Sekunden breitet sich der Dampf in der Küche aus. Aber Schwester Theogaris rührt unbeirrt in der Pfanne herum, die auf dem Herd steht. Gerade hat sie den großen Rinderbraten, der vor ihr brutzelt, mit Wasser "abgelöscht". Das "Ablöschen" ist zwei Mal hilfreich: Zum einen wird der Rinderbraten durch das Wasser vom Pfannenboden gelöst und lässt sich leichter herumdrehen. Zum anderen kann die dann entstandene, aromatische Wasser-Fleisch-Soße weiterverwendet werden, zum Beispiel als Bratensoße.

Die Schwestern zeigen im glaubenslust.de-Video, wie sie das Festmahl für Ostern vorbereiten: Rinderbraten mit Kartoffeln und Spargel

Vor einer anderen Kochplatte steht Schwester Hermentraud. Sie und ihre Mitschwester sind ein eingespieltes Team in der Küche des Osnabrücker Bischofshauses. Heute, am Karsamstag, muss alles für das Ostermenü am nächsten Tag fertig sein, so dass dann nur noch die Soße frisch zubereitet und der Braten erwärmt werden muss. Schließlich wollen die beiden Schwestern den Festgottesdienst am Morgen nicht versäumen.

Mascarpone zum Nachtisch 

"Das sind die Pinienkerne für den Nachtisch", erklärt Schwester Hermentraud und verteilt die Kerne mit dem Pfannenwender. "Da kommt kein Fett dran, das ist ganz wichtig!" Sonst würde das Fett in die Kerne einziehen – und ihnen keine Bräune geben. Die Pinienkerne sollen aber braun werden – schließlich isst das Auge mit. Schwester Hermentraud hat sich für den Nachtisch Erdbeeren mit Mascarpone-Sauce und Pinienkernen ausgedacht. Routiniert mixt sie Sahne und Mascarpone zusammen. Im Hintergrund schält Schwester Theogaris Spargel. Zum Rinderbraten soll es frischen Spargel und Kartoffeln geben. "Das isst der Herr Bischof gerne", weiß Schwester Theogaris. "Eintopf und Suppe auch. Aber Wild, das mag er nicht so." Bischof Franz-Josef Bode kommt in die Küche. "Hat sich noch niemand in die Finger geschnitten?", erkundigt er sich besorgt. Er nimmt das Pinienkernen-Schälchen in die Hand und probiert. Anerkennend nickt er mit dem Kopf. "Lecker", sagt er.

Schwester Theogaris legt gerade ein nasses Tuch über die Spargel und stellt sie in den Kühlschrank. "Damit sie nicht austrocknen", erklärt sie. Die Soße für den Nachtisch kommt auch in den Kühlschrank. Gemeinsam schneiden die zwei Schwestern die Erdbeeren in Stücke. Bischof Bode kann versichern, dass auch das Obst köstlich schmeckt. "Die sind jetzt aber nicht aus Deutschland", sagt Schwester Hermentraud und holt eine Tüte Rohrzucker aus dem Regal. Schwester Theogaris streut den Zucker über die Erdbeeren. Auch die Erdbeer-Schale landet im Kühlschrank. Wenige Minuten später sind Arbeitsplatten und Herd wieder sauber. Zufrieden sehen sich die Schwestern in der Küche um. Für das Festessen morgen ist alles gerichtet. Ostern kann kommen!

Ostern in Zeiten der
Wirtschaftskrise: Der
Osnabrücker Bischof
Franz-Josef Bode hat
für Sie, für uns alle
eine besondere
Osterbotschaft!


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Julia Katharina Traxel

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