8. April 2005: Mehr als drei Million Gläubige kommen zur Totenmesse für Johannes Paul II. Sie rufen immer wieder: „Santo subito“ – „Sofort heilig sprechen!“
13. Mai 2005: Am Jahrestag des Attentates auf Johannes Paul II. erklärt der neue Papst, Benedikt XVI., dass der Seligsprechungsprozess möglichst schnell eingeleitet werden soll. Damit verzichtet er auf die übliche Wartezeit von fünf Jahren nach dem Tod
Mai 2006: Mit einer Internetseite werden Zeugen für ein Wunder Johannes Paul II. gesucht. Ein Wunder ist nämlich die Vorraussetzung für eine Seligsprechung, eine Ausnahme macht der Vatikan nur bei Märtyrern
28. Juni 2005: Am Fest Peter und Paul wird in der Lateransbasilika in Rom der Seligsprechungsprozess offiziell eröffnet
2. April 2006: In Krakau werden die Untersuchungen abgeschlossen, die das Leben Karol Wojtyla vor seiner Wahl zum Papst beleuchten. Es geht darum, ob sich der Pontifex auch in seinem „vor-päpstlichen“ Leben tugendhaft verhalten hat
Mai 2006: In Rom beginnt die offizielle Aufarbeitung und Einordnung des Pontifikates, die Diözese Rom ist für die Durchführung des Seligsprechungsprozess verantwortlich
2. April 2007: Rom ist mit seinen Untersuchungen fertig und übergibt die gesamten Ergebnisse dem Vatikan. Dort übernimmt Monsignore Slawomir Oder die Akten und beginnt alles, für die entscheidende Seligsprechungs-Kongregation aufzubereiten
30. März: Marie-Simon-Pierre erzählt in Aix-en-Provence erstmals öffentlich von ihrer wundersamen Heilung durch Johannes Paul II. So soll der verstorbene Papst die Ordensschwester von der Parkinson Krankheit geheilt haben. Erkennt der Vatikan die Heilung als Wunder an, wäre eine wichtige Hürde zur Seligsprechung genommen
Januar 2008: Kardinal Jose Saraiva Martins, er ist für die Seligsprechungen zuständig, wehrt alle Hoffnungen auf eine Blitz-Seligsprechung ab. Er spricht davon, dass die Gläubigen sich noch weitaus länger gedulden müssten
2. April 2008: Monsignore Slawomir Oder, der Postulator der Seligsprechung, schließt seine Arbeit ab und legt die so genannte „Positio“, sie umfasst 2000 Seiten, der Vatikanischen Seligsprechungs-Kongregation und dem zuständigen Dominikanerpater Daniel Ols vor