Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Abtreibung

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
Augenblicke|Nachrichten|Wissen|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Spiele

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Drucken | Versenden | Mail an die Redaktion

Abtreibung

Wie kann ich gegen eine Abtreibung argumentieren?

Mein Patenkind, 19, ist ungewollt schwanger. Da sie weder Unterstützung von ihren Eltern noch vom Vater des Kindes bekommt, würde sie am liebsten abtreiben. Ich will das zwar nicht, kann sie aber verstehen. Wie kann ich sie überzeugen, dass eine Abtreibung falsch wäre?
Heike C., 46, Günzburg  

Ich würde Ihrem Patenkind Mut machen, das Kind auszutragen. Ich würde nicht vom Verbot der Abtreibung her argumentieren, sondern von den Auswirkungen auf ihre Psyche. Ich habe so viele Mütter erlebt, die in einer Notsituation abgetrieben haben, dann aber nicht damit fertig geworden sind.

Eine Abtreibung hinterlässt in jeder Mutter Schuldgefühle und Selbstvorwürfe. Daher sollten Sie Verständnis aufbringen, dass es nicht so einfach ist, mit 19 Jahren ein Kind zu bekommen. Aber in jeder Mutter ist auch die Freude auf ein Kind, das in ihr wächst. Diese Freude sollten Sie bestärken, und ihr Mut machen, dass sie durch das Kind auch mit neuen Seiten und Kräften und Fähigkeiten in sich in Berührung kommt. Mit der Geburt wird auch die Kraft in ihr wachsen. Sie wird dadurch reifer werden.

Ihr Pater Anselm Grün

 

Die Kommentare der Liborius-User:


von Peter R.S.

am Freitag, 13. August 2010

Für alle, die sich näher mit der Position der Kirche befassen wollen, empfiehlt sich die
"Klarstellung zur Abtreibungsfrage: Die Lehre der Kirche ist unveränderlich", eine Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre vom 13. Juli 2009.


In dem Dokument wird nachdrücklich darauf hingewiesen, „dass sich die Lehre der Kirche über die Abtreibung nicht geändert hat und sich nicht ändern kann".

Das Thema Abtreibung wird natürlich auch im Katechismus der Katholischen Kirche unter den Nummern 2270 bis 2273 behandelt.

Übermittlung Ihrer Stimme...
5.0 (1 x bewertet)
 

von Jette

am Freitag, 13. August 2010

Nicht nur die Katholische Kirche, sondern auch die Wissenschaft stellt klar, dass das Leben eines Menschen mit der Zeugung beginnt. Schon 21 Tage nach der Zeugung ist der Herzschlag festzustellen, und der Mensch zwar klein, aber im Wesentlichen fertig durchgebildet, wie uns entsprechende fotografische Aufnahmen zeigen. Es ist daher nicht zulässig, vom Kind als "Schwangerschaftsgewebe" oder "Zellhaufen" zu sprechen, oder es als Teil oder Besitz der Mutter darzustellen.

Das große Problem bei der Abtreibung ist die staatliche Regelung, die den Schwangerschaftsabbruch in den ersten Wochen straffrei stellt und damit den Entscheidungsdruck der Schwangeren eher erhöht !

Würde eindeutig klargestellt, dass es sich bei Abtreibung um dasTöten eines Menschen handelt, würden sich sicherlich mehr Mütter für das neue Leben, das in ihnen begonnen hat, entscheiden.

Übermittlung Ihrer Stimme...
5.0 (2 x bewertet)
 

von Urban

am Freitag, 13. August 2010

Der wichtigste Grund gegen eine Abtreibung ist der, dass der neu entstehende Mensch direkt bei der Zeugung von Gott seine unsterbliche Seele erhält. Deshalb setzt auch die Katholische Kirche den Beginn des Lebens direkt bei der Zeugung an.
Die Kirche lehnt die direkte Tötung eines unschuldigen Menschens immer ab und bezeichnet Abtreibung als ein "verabscheuungswürdiges Verbrechen" (2. Vatikanum).

Übermittlung Ihrer Stimme...
5.0 (3 x bewertet)
 
 

Ihre Meinung zu diesem Thema (Sie müssen nicht angemeldet sein):

Ins Gästebuch eintragen
  (wird nicht angezeigt)
(* Pflichtfeld)

Ihre Fragen

Haben Sie Fragen zu Gott? Probleme mit der Kirche? Zweifel im Glauben? Dann schreiben Sie uns! Pater Anselm Grün beantwortet Ihre Glaubensfragen

Anselm Grün

Vom Benediktinerpater zum Bestsellerautor

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt