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Glaube

Wie erzähle ich einem Atheisten von meinem Glauben?

Ein Arbeitskollege, mit dem ich sehr oft zu tun habe, ist ein typischer Workaholic. Er arbeitet einfach 24 Stunden am Tag, seine Frau sieht ihn kaum, Kinder hat er keine. Wenn wir zusammen auf Geschäftsreise sind und ich mir abends noch die Stadt anschaue, fragt er mich dann oft, wie ich den Ausgleich zum Beruf schaffe. Ich muss sagen, dass ich meinen Ausgleich immer in meiner Familie und meinem Glauben finde. Ich weiß aber, dass mein Arbeitskollege überzeugter Atheist ist - und bin mir nie sicher, wie ich auf die Frage antworten soll, damit er mich ernst nimmt. Was raten Sie mir?
Ralf U., 47, Dessau  

Die Frage Ihres Kollegen, wie Sie den Ausgleich zum Beruf schaffen, würde ich ehrlich beantworten. Denn die Frage zeigt ja, dass er mit sich und seinem Leben nicht ganz zufrieden ist. Sie sollen ihn nicht missionieren. Aber Sie sollen durchaus Zeugnis geben von dem, was Sie trägt. Da ist einmal die Familie. Das wird er sicher verstehen. Aber es kommt darauf an, wie Sie von der Familie erzählen.

Und dann können Sie versuchen, von Ihrem Glauben zu sprechen, dass Sie sich da geborgen fühlen von Gott, dass Sie nicht ständig über alles nachgrübeln müssen, weil Sie die Sorgen und Probleme des Geschäfts Gott übergeben und darauf vertrauen, dass er das segnet, was Sie tun. Und Sie können erzählen, dass das Gebet oder die Meditation Ihnen Ruhe schenkt und dass da die Arbeit keine Rolle spielt, weil Sie in eine andere Welt eintauchen.

Auch wenn er Atheist ist, wird er vermutlich interessiert zuhören. Vielleicht wird er nachfragen. Sie spüren ja seine Reaktion. Wenn er Ihren Glauben lächerlich macht, dann würde ich nicht weiter erzählen. Aber gerade sein Atheismus ist ja auch eine Herausforderung für Sie, sich zu überlegen, was mir mein Glaube eigentlich gibt und wie er mich trägt. Und Sie können überlegen, wie Sie das, was der Glaube Ihnen bedeutet, in Worten sagen können, die auch ein anderer – Nichtglaubender – verstehen kann.

Ihr Pater Anselm Grün

 

Die Kommentare der Liborius-User:


von Yvonne H. (32)

am Sonntag, 6. Februar 2011

Ich finde als gläubiger Christ sollte man zumindest versuchen jeden Atheisten zu bekehren.Atheisten geben ein schlechtes Beispiel ab für die Gesellschaft.Ich erlebe das in meinem Umfeld ständig.Sie gehen nur zur Kirche zu familiären Anlässen und selbst dann kommen sie noch ohne schlechtes Gewissen 10 Minuten zu spät.Sie machen sich lustig über den Talar des Priesters.Wenn sie männlich sind behandeln sie Frauen die im Internet auf der Suche nach einer Partnerschaft sind lieblos,wie Sexobjekte,da sie selbst dort nur auf der Suche nach One-Night-Stands sind.Atheisten sollten sich wieder mehr auf Werte besinnen.Sie sollten in sich gehen und in ihr Herz schauen,denn dann werden sie entdecken,dass sie genau wie wir auf der Suche sind nach wahrhaftiger Liebe,Geborgenheit und nach etwas,dass ihrem Leben einen Sinn gibt.Wahrhafitge Liebe ist realisierbar aber man findet sie nicht bei One-Night-Stands oder in wissenschaftlichen Büchern.Man muss reinen Herzens sein,andere respektvoll behandeln und Liebe schenken ohne Hintergedanken zu haben.Man muss sein Schicksal in Gottes Hände legen,denn nur sein Wille geschieht und nur bei ihm und durch Jesus Christus der für uns unter schrecklichen Qualen,aus purer Liebe zu uns Menschen gestorben ist,kann man wahrhaftige Liebe finden.Und sobald man Gottes Liebe in sich spürt sieht man auch einen Sinn in seinem Leben,denn dann verspürt man das Bedürfnis Gutes zu tun und ein besserer Mensch zu werden.Man macht sich auch plötzlich nicht mehr so viele Sorgen,denn der Glaube gibt einem Kraft,die Einsicht,dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht,denn Gottes Wege sind unergründlich und es gibt einem die Zuversicht,dass sich alles zum Guten wenden wird,denn Gott liebt uns und beschützt uns jetzt und für immer.

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