Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Ist es schlimm, nicht in die Kirche zu gehen?

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Ist es schlimm, nicht in die Kirche zu gehen?

In unserer Pfarrei ist am Wochenende nur einmal Heilige Messe, und zwar am Sonntag um 11 Uhr. Da mein Mann und ich unter der Woche sehr wenig Zeit für unsere beiden Kinder haben, unternehmen wir mit ihnen am Wochenende immer etwas. In den Gottesdienst schaffen wir es deshalb so gut wie nie. Ist es schlimm, wenn wir die wenige Zeit, die wir mit unseren Kindern haben, nicht in der Kirche verbringen?
Susanne M. (38), Weinheim

Es ist sicher gut, dass Sie am Sonntag mit Ihren Kindern etwas unternehmen. Aber wenn Sie sowieso irgendwohin fahren, könnten Sie genauso den Sonntag so organisieren, dass Sie als Familie in einen Gottesdienst gehen.

Gott braucht es nicht, dass Sie in den Gottesdienst gehen. Aber die Frage ist, ob es der Familie nicht gut tut, in etwas einzutauchen, das größer ist als sie selbst. Wenn wir nur immer um uns und unsere Beziehungen kreisen, dann sind wir in Gefahr, dass sich etwas tot läuft.

Der Sonntag ist ein heiliger Tag. Heilig ist das, was der Welt entzogen ist. Das Heilige allein – so sagen die Griechen – vermag uns zu heilen. Wenn der Sonntag mit lauter Aktivitäten zugestopft wird, verlieren wir das Gespür für das Heilige, für das, was der Welt und ihren Ansprüchen entzogen ist.

Es gibt heute viele Möglichkeiten, sonntägliches Zusammensein auch mit einer Eucharistiefeier zu verbinden, entweder am Samstagabend oder am Sonntagabend. In Ihrer Umgebung gibt es sicher mehr Möglichkeiten. Die gemeinsame Eucharistiefeier könnte der Familie einen Mittelpunkt geben, der tiefer liegt als die Gefühle.

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