Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Inquisition

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Samstag, 11. Februar 2012 Anselm
Aktuell|Nachrichten|Wissen|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Spiele

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Drucken | Versenden | Mail an die Redaktion

Geschichte der Kirche

1231 n. Chr. – Die heilige Inquisition

Die Kirche lädt schwere Schuld auf sich. Papst Gregor IX. erlässt die „Ketzerdekrete“ und läutet so eines der beschämendsten Kapitel der katholischen Kirche ein: die heilige Inquisition. Bereits fünfzig Jahre vorher hatte der damalige Papst Lucius III. zusammen mit Kaiser Friedrich Barbarossa den Grundstein dafür gelegt. Dabei wurden die Bischöfe angehalten, in ihren Diözesen mehrmals im Jahr organisiert nach möglichen Ketzern zu fahnden und diese zu bestrafen. Mit Gregor IX. erlebte die Inquisition eine traurige Blütezeit. Die bisherige bischöfliche Inquisition wurde durch die päpstliche Inquisition ersetzt. Von nun an leiteten Gesandte des Vatikans die Untersuchungen und Gerichtsverfahren. Diese waren oft eine Farce, bedienten sich der Folter und führten oft zu grausamen Todesurteilen. Dabei war das Prinzip der Inquisition nicht grundsätzlich falsch. Das Wort „inquisitio“ weist zunächst einmal darauf hin, dass Befragung und Rechtfertigung zu einem Prozess zählen mussten, also durchaus sinnvolle Elemente. Nur: Die „inquisitio haereticorum“, wie sie nach Gregor IX. bis in die Neuzeit vorkam, hatte meistens tatsächlich wenig mit einem fairen Prozess zu tun. 1908 wurde die Inquisition in Heilige Kongregation des Heiligen Offizium, später dann in „Kongregation für die Glaubenslehre“ umbenannt.

 

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt