Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Karl der Große und das christliche Abendland..

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Geschichte der Kirche

Reliquiar von Karl dem Großen (Foto: Public Domain)

800 n. Chr. – Karl der Große und das christliche Abendland

Unter dem Sohn Pippins III. erlebt das Christentum einen rasanten Aufstieg. Karl der Große schuf das, was heute noch als Mythos in den Köpfen der Menschen lebt: das christliche Abendland. Den Höhepunkt seiner Macht erreicht Karl der Große im Jahre 800 – Papst Leo III. krönt Karl am Weihnachtstag zum Kaiser. Karl ist nun ganz offiziell der Schutzherr der Christenheit. Sein Reich, das sich zu diesem Zeitpunkt von Sachsen bis Spanien erstreckt, gilt als Nachfolger des römischen Kaiserreiches und als heilig. Die Einheit der Kirche und des Staates ist perfekt.

Karl nimmt seine Rolle als Schutzherr des Christentums sehr ernst, wobei er Christianisierung immer auch mit dem Ausbau seiner Macht verknüpft. Zahlreiche Schenkungen werten die Kirche auf, viele neue Bistümer werden gegründet. Und Karl führt eine Einheitsbibel ein und etabliert eine Einheitsregel für alle Klöster – die berühmte „Benediktregel“ gilt von da an als Richtschnur für alle Ordensgemeinschaften. Karl will damit die Klöster noch produktiver werden lassen. Tatsächlich werden die Ordensgemeinschaften zum Motor für Kultur und Gesellschaft.

Selten ist das Christentum so straff organisiert, Kirche und Staat bilden eine enge Symbiose. Dabei beginnen sich germanische und römische Bräuche zu mischen – das große Vorbild bleibt allerdings nach wie vor Rom.

(sb)

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