312 n. Chr. – Konstantin und das Toleranzedikt
Ein römischer Kaiser bringt dem Christentum den Durchbruch: Konstantin der Große besiegt 312 an der Milvischen Brücke seine Konkurrenten um die Kaiserkrone. Seine Wunderwaffe: eine Flagge mit dem Zeichen Christi. Nach dem Bericht des Kirchenvaters Eusebius von Caesarea soll Jesus Konstantin vor der Schlacht erschienen sein und ihm gesagt haben: „In diesem Zeichen wirst Du siegen.“ Konstantin siegte und legalisierte das Christentum ein Jahr nach seinem Triumph durch das Mailänder Toleranzedikt, auch bekannt als „Mailänder Abkommen“. Dabei bestätigte der Kaiser ein älteres Toleranzedikt, das der sterbende Kaiser Galerius bereits 311 beschlossen hatte. Durch diese Edikte war es den Christen erlaubt, ihre Religion frei auszuüben. Das galt übrigens für alle Religionen und bedeutete insofern noch keine Vorrangstellung des Christentums.
(sb)