Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Die Heiligen von A bis Z

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Anna
26. Juli

Joachim [Hebr.: »Gott richtet auf«]

Hl., und Anna [Hebr.: »Erbarmung, Gnade«], Hl., sind nach dem Protoevangelium des Jakobus (2. Hälfte des 2. Jhs.) die Namen der Eltern Marias. Im 5. und 6. Jh. werden sie in Marienlegenden weiter verbreitet. Eine Hochblüte des Kultes setzt im Zusammenhang mit der wachsenden Marienverehrung im Spätmittelalter ein. Besonders die Orden der Karmeliten und Kapuziner förderten die Verehrung von Joachim und Anna. In der christlichen Kunst des Spätmittelalters erscheinen sie auf Darstellungen des Marienlebens und der »heiligen Sippe«. Zahlreich sind auch Plastiken und Gemälde der »Annaselbdritt« (Anna, Maria, Jesuskind). Das Haupt Annas wird seit 1501 in Düren/Rheinland verehrt. Dargestellt: Joachim als alter Mann mit Buch oder Schriftrolle, mit Tauben; Anna im Matronengewand mit Buch, mit der jungen Maria, als Annaselbdritt mit Maria und dem Jesuskind. – Anna: Patronin für glückliche Heirat, der Ehe; um Kindersegen, glückliche Geburt; der Mütter, Witwen, Armen, Arbeiterinnen, Hausfrauen, Hausangestellten, Müller, Krämer, Kunsttischler, Drechsler, Weber, Schiffer, Bergleute; der Feuerwehr; gegen Gewitter; Anna-Wasser gegen Fieber, Kopf-, Brust- und Bauchweh. – Joachim: Patron der Eheleute, Schreiner, Leinenhändler.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

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