28. AugustAugustinus [Aurelius Augustinus]
Hl., geb. am 13. November 354 in Tagaste/Numidien (nördl. des heutigen Tunis), Sohn des Heiden Patricius und der frommen Christin Monika. Seine Mutter erzog ihn in christlichem Sinn, doch empfing Augustinus zunächst nicht die Taufe. Seine Studienjahre entfremdeten ihn dem katholischen Glauben. Er wandte sich dem Manichäismus und später dem Skeptizismus zu. Als Professor für Rhetorik in Mailand lernte er durch die Predigten des hl. Ambrosius das Christentum von einer neuen Sicht her kennen. In der Osternacht 387 empfing er durch Ambrosius die Taufe. 388 kehrte Augustin nach Tagaste zurück, wo er nach klösterlicher Weise lebte. 391 wurde er in Hippo zum Priester, 395 zum Bischof geweiht. Das Bistum Hippo leitete er als Seelsorger und Anwalt der wahren Lehre. Durch seine zahlreichen Schriften entwickelte er sich zum geistigen Führer der abendländischen Kirche, der, zeitweise von der Scholastik zurückgedrängt, bis heute großen Einfluss hat. Augustinus starb während der Belagerung Hippos durch den Vandalenkönig Geiserich am 28. August 430. – Er ist einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer. Seit dem 8. Jh. befinden sich seine Reliquien in Pavia. Dargestellt in bischöflichen Gewändern, in der Hand ein flammendes oder von Pfeilen durchbohrtes Herz, zu Füßen ein Wasser schöpfendes Kind. – Patron der Theologen, Buchdrucker, Bierbrauer; für gute Augen.
Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg