2. JanuarAdalhard [Ahdt.: »edel« u. »stark«] OSB
Hl., geb. um 751, war ein Vetter Karls d. Gr. und erhielt in der Palastschule von Aachen seine Bildung. Dann wurde er Mönch in Corbie, wo er – nach kurzem Aufenthalt in Montecassino – 780 die Abtswürde erlangte. In Verbindung mit Alkuin und Paulus Diakonus war Adalhard ein Vertreter der karolingischen Renaissance. Karl d. Gr. setzte ihn öfter als Gesandten in politischen und kirchlichen Angelegenheiten ein. Unter Ludwig dem Frommen lebte Adalhard sieben Jahre als Verbannter auf der Insel Herium in der Loiremündung bis 812. Nach seiner Rückkehr gründete er mit seinem Bruder Wala die westfälischen Klöster Corvey und Herford. Adalhard starb am 2. Januar 826. Seine Gebeine wurden 1040 erhoben und befinden sich seit 1827 zum größten Teil in St.-Acheuil. Dargestellt im Benediktinerhabit, aus einem Brotkorb Almosen spendend, auch als Gärtner mit Kreuz. – Patron der Gärtner; gegen Fieber, Typhus, Infektionskrankheiten.
Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg