Hopfen und Malz, Gott erhalt’s!
Kirche und Bierbrauen? Hildegard von Bingen verwies in ihrem Werk "Ursache und Heilung" mehrfach auf die heilende Wirkung von Bier und empfahl den gemäßigten Konsum als Medizin. Bier ist also schon im Mittelalter und auch in geistlichen Kreisen ein beliebtes und weit verbreitetes Produkt gewesen.
Um die Jahrtausendwende entdeckten Mönche das Bierbrauen für sich und nach einiger Zeit hatte sich die Qualität des Bieres von einer wässrigen Haferbräu zu einem vollmundigen Gerstensaft gemausert. Sie hatten nämlich festgestellt, dass Bier sich sehr gut als Nahrungszusatz eignete, vor allem zur Fastenzeit, wenn sie nur karge Mahlzeiten zu sich nahmen. So brauten sie zunächst Bier für den Eigenbedarf und waren ständig darauf bedacht die Rezeptur zu verbessern und verschiedene Sorten zu entwickeln, um Abwechslung und Genuss zu garantieren. Bier war für die Mönche also ein Nahrungsmittel und trug damals wie heute zur Aufwertung des alltäglichen Lebens bei.