Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Herbergen auf dem Jakobsweg

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Der Weg


Infos zu Herbergen auf dem Jakobsweg

Vorsicht:

  •  Hunde sind teilweise in den Refugien verboten, sie müssen dann draußen bleiben, deshalb vorher gut überlegen, ob der Hund mit soll. Wenn er mit soll müssen auch Einreisebestimmungen usw. beachtet werden. Spanien gilt nicht als hundefreundliches Land.
  • Autopilger dürfen die Refugien nicht nutzen.
  • Pilger, die ein Begleitfahrzeug zum Transport ihres Gepäcks nutzen, verstoßen gegen die Regeln. Eigentlich dürfen weder die Fahrer noch die „Pilger“ in den Refugien übernachten. Das wird aber oft nicht eingehalten.

  • Eigentlich werden die Betten der Reihenfolge nach an eintreffende Pilger vergeben, Reservierungen sind eigentlich ausgeschlossen. Teilweise kann man aber trotzdem reservieren. Wenn das der Fall ist, ist dies extra in den Herbergsverzeichnissen vermerkt. Auf dem Weg ist eine Reservierung aber auch nicht unbedingt immer sinnvoll, wenn man nicht weiß, wie viel man schafft.
  • In Pamplona sind während der Feierwoche „Saint Fermin“ Anfang Juli alle Herbergen geschlossen. Da zu dieser Zeit die Stadt völlig überfüllt ist, müsste man sehr frühzeitig eine Unterkunft buchen. Stempel bekommt man hier vom Pförtner der Universität.

  • In der Hauptsaison von Mai bis September dürften alle Herbergen geöffnet haben, außerhalb können aber einige geschlossen oder andere Öffnungszeiten haben, Informationen darüber findet man aber kaum. Deshalb lieber vor Ort jeweils über Herbergen der nächsten Etappe informieren.

Ein FAQ zu Herbergen und sonstigen Unterkünften finden Sie auch noch hier!

Pilgertipp:

Informieren Sie sich im Internet über neue Herbergen: Sie sind oft weniger frequentiert. Das gilt auch für Herbergen, zu denen man über längere Strecken selbst Lebensmittel tragen muss oder die in sehr kleinen Orten liegen. Beachten Sie außerdem folgende Tipps:

  • Bei den Herbergen mit wenigen Plätzen in größeren Orten besser vorher anrufen, ob noch Plätze frei sind.
  • Lieber in Herbergen vor bekannten Orten bleiben, wenn viel los ist. In den Orten können die Herbergen schnell voll sein – und im nächsten Ort unter Umständen auch, wenn viele weiterziehen mussten. In einer früheren Herberge ist dagegen noch relativ wahrscheinlich was frei.  

  • Sinnvoll ist es auch, sich vorher vollständige Herbergslisten zu besorgen und die in den typischen Führern erwähnten Etappen und Endziele/Herbergen zu vermeiden, da diese am schnellsten voll sind. Eine der besten und ausführlichsten Auflistungen dürfte von den Jakobusfreunden Paderborn kommen (Bestellformular oder Heft zum Herunterladen und Ausdrucken).

 

 

Besondere Herbergen

Herberge in Manjarín: Sie liegt nicht weit nach dem Cruz de Ferro (das Eisenkreuz) an dem die Pilger traditionell einen Stein ablegen. An diesem verlassenen Ort lebt Tomás, der in der Tradition der Tempelritter steht und für die Pilger sorgt, die hier halt machen. Hier ist alles ganz einfach gehalten. Waschen kann man sich am Brunnen, gegessen wird gemeinsam am Kaminfeuer. Der Ort liegt in den Bergen zwischen Rabanal del Camino und El Acebo.

In Bercianos del Real Camino befindet sich diese Herberge, die sehr liebevoll wieder hergerichtet wurde, nachdem das vorherige Gebäude (siehe unten) abgebrannt war. Der Priester des Ortes kümmert sich sehr um die Pilger, die von ihm und seinen freiwilligen Helfern auch bewirtet werden.

In Azofra gibt es eine Kirchen-Seitenschiff-Herberge. Diese Herberge wurde mit Hilfe der Kölner Santiagofreunde eingerichtet. Dona María, die Betreuerin der Herberge sorgt für ein besonderes, typisches Herbergsflair. Einfach aber herzlich!

Herberge in Ligonde: sehr urig und nett, junge "Herbergshospitaleros".Viele der freiwilligen Helfer sind immer nur zeitweise da, aber meist wird die gleiche Herberge immer wieder von den gleichen "Freunden des Jakobswegs" betreut.

Los Arcos: Belgische Hospitaleros kümmern sich in ihrem Refugio ausgezeichnet um ihre Pilger. Mit Hilfe der Fränkischen St.Jakobus-Gesellschaft Würzburg renoviert.

Granón: originelle, wunderschöne Herberge. Kann über den Aufgang im Kirchenturm erreicht werden.

Villafranca del Bierzo: Jatos Herberge ist einmalig, Schlafen unter offenen Balken, die andere Herberge (150 m weiter) ist aber komfortabler. Jatos bietet seinen Gästen an, die Rucksäcke zum O Cebreiro zu transportieren. Auch Fußlahme können gegen ein Entgelt gefahren werden. 

Melide: Die Herberge ist eine der schönsten im weiten Umkreis, mit guten Zimmern, Duschen und gut ausgestatteter Küche. Wer am Sonntag ankommt, sollte bedenken, dass die Geschäfte um 16.00 Uhr schließen. Hier gibt es außerdem eine Fahrradreperaturwerkstatt. 

Monte do Gozo: Hier gibt es als Unterkunft einen riesigen Hotelkomplex für 1600 Pilger. Wer Zeit hat, mit dem Bus nach Santiago zu fahren (bei längeren Aufenthalten), hat hier eine gute Alternative zu den Refugios in Santiago selbst, die häufig überlaufen sind. 

Liste von Orten mit Herbergen und Entfernungsangaben:

jakobus-info.de (Dez. 2008)
jakobus-info.de/jakobuspilger (Mit Adressen, Tel.Nr., teilweise Beschreibungen)




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