Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Jakobus und Jakobsweg

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Jakobus und Jakobsweg

Der Jakobsweg – vom Pilgerpatron Jakobus und seiner Geschichte

Der heilige Jakobus 

Jakobus war der Sohn des Fischers Zebedäus und seiner Frau Salome. Er war auch der ältere Bruder des Jüngers Johannes. Jesus gab den Brüdern wegen ihres Eifers den Beinamen „Boanerges“, „Donnersöhne“ (Markusevangelium 3,17).
Jakobus war sowohl bei der Verklärung Jesu als auch in seiner Todesangst im Garten Gethsemane zugegen. Laut Überlieferung verkündete er nach Pfingsten das Evangelium in der Gegend um Samaria und Jerusalem. Um 43 nach Christus ging er nach Spanien, um zu missionieren. Nach seiner Rückkehr wurde er unter König Herodes Agrippa I. von Judäa enthauptet. Er war damit der erste Märtyrer der Apostel (Apostelgeschichte 12, 1 – 2).

Um den heiligen Jakobus ranken sich unzählige Legenden. So soll er auf dem Weg zu seiner Hinrichtung einen Lahmen geheilt und Josias getauft haben, einen Helfer des Henkers. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam angeblich von seinen Jüngern in einem Boot nach Galicien gebracht und dort begraben.

Jakobus ist der Schutzheilige von Spanien und Innsbruck. Er ist Patron der Pilger und vieler anderer Gruppen. Unter anderem der Krieger, der Arbeiter, der Lastenträger, Hutmacher sowie der Apotheker und Drogisten. Außerdem gilt er als Patron für das Wetter und gegen Rheumatismus.

Es gibt auch eine Reihe von Bauernregeln, die sich auf Jakobus beziehen. Zum Beispiel: „Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.“ Oder
„Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein.“

Heiliges Compostelanisches Jahr

Seit dem 15. Jahrhundert ist die Praxis von Heiligen Jahren in Santiago nachweisbar. Ein Heiliges Compostelanisches Jahr wird immer dann ausgerufen, wenn der Festtag des heiligen Jakobus, der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt. Das ist 2010 der Fall. 
Das Heilige Jahr begann damit, dass am 31. Dezember 2009 feierlich die Hintertür der Kathedrale von Santiago geöffnet wurde, die so genannte Heilige Tür. Wer durch diese Tür tritt, kann einen vollständigen Ablass erlangen. Sehen Sie hier das Video dazu!

Geschichte des Jakobswegs

Der Name des Weges bezieht sich auf den Apostel Jakobus den Älteren und dessen Grabstätte in Santiago de Compostela.

Als Jakobsweg, spanisch: Camino de Santiago, wird heute in erster Linie der Camino Francés verstanden. Der Pilgerweg, der in Frankreich in St.-Jean-de-Pied startet, war im Mittelalter die Hauptverkehrsachse Nordspaniens. Die erste Erwähnung des Weges, der von den Pyrenäen zum Jakobsgrab führt, stammt aus dem Jahre 1047. Damals wurde diese Verbindung in einer Urkunde des Hospitals von Arconada, Provinz Palencia, bezeichnet als „Weg, der seit alten Zeiten von Pilgern des heiligen Jakobus und Peter und Paul“ begangen werde.
Im 11. Und 12. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Jakobsweg eine der größten Pilgertraditionen des christlichen Westens, worauf hin Papst Alexander III Santiago im 12. Jahrhundert neben Rom und Jerusalem zur Heiligen Stadt ernannte.
Der Jakobsweg gehört zu den ältesten erhaltenen Pilgerwegen Europas und zählt seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Seit den 1970er Jahren erlebt die Pilgerschaft einen neuen Aufschwung und der Jakobsweg ist einer der beliebtesten Pfade. Die Pilgerzahlen steigen seit Jahren konstant. 2008 kamen mit 125.000 Menschen gut zwanzig Mal so viele Pilger nach Santiago de Compostela wie 1989.
Bekannt ist der Jakobsweg auch unter dem Namen „Sternenweg“, da er direkt unter der Milchstraße verläuft. Ein Stren war es auch, der nach der Legende dem Bischof von Iria Flavia das Grab des Jakobus zeigte. Davon zeugt der Name Compostela. Der bedeutet: Sternenfeld.
Neben dem Jakobsweg gibt es viele Wege zum Grab des Apostels. Sie heißen korrekt „Wege der Jakobspilger“.




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