Geschichte des Jakobswegs
Der Name des Weges bezieht sich auf den Apostel Jakobus den Älteren und dessen Grabstätte in Santiago de Compostela.
Als Jakobsweg, spanisch: Camino de Santiago, wird heute in erster Linie der Camino Francés verstanden. Der Pilgerweg, der in Frankreich in St.-Jean-de-Pied startet, war im Mittelalter die Hauptverkehrsachse Nordspaniens. Die erste Erwähnung des Weges, der von den Pyrenäen zum Jakobsgrab führt, stammt aus dem Jahre 1047. Damals wurde diese Verbindung in einer Urkunde des Hospitals von Arconada, Provinz Palencia, bezeichnet als „Weg, der seit alten Zeiten von Pilgern des heiligen Jakobus und Peter und Paul“ begangen werde.
Im 11. Und 12. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Jakobsweg eine der größten Pilgertraditionen des christlichen Westens, worauf hin Papst Alexander III Santiago im 12. Jahrhundert neben Rom und Jerusalem zur Heiligen Stadt ernannte.
Der Jakobsweg gehört zu den ältesten erhaltenen Pilgerwegen Europas und zählt seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Seit den 1970er Jahren erlebt die Pilgerschaft einen neuen Aufschwung und der Jakobsweg ist einer der beliebtesten Pfade. Die Pilgerzahlen steigen seit Jahren konstant. 2008 kamen mit 125.000 Menschen gut zwanzig Mal so viele Pilger nach Santiago de Compostela wie 1989.
Bekannt ist der Jakobsweg auch unter dem Namen „Sternenweg“, da er direkt unter der Milchstraße verläuft. Ein Stren war es auch, der nach der Legende dem Bischof von Iria Flavia das Grab des Jakobus zeigte. Davon zeugt der Name Compostela. Der bedeutet: Sternenfeld.
Neben dem Jakobsweg gibt es viele Wege zum Grab des Apostels. Sie heißen korrekt „Wege der Jakobspilger“.