Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Hut, Stab und Muschel: Die Pilgertracht auf dem Jakobsweg

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Der Weg

 

Pilgertracht auf dem Jakobsweg

Die gängige Ausstattung früherer Pilger wurde bald zur festen Tracht, zum äußeren Zeichen des Jakobspilgers bis ins 19. Jahrhundert. Die Tracht diente als Geleitbrief, konnte vor Abgaben schützen, die unterwegs erhoben wurden, und sie gab dem Pilger das Recht auf die Mildtätigkeit der Hospize.

 

Hut
Der breitkrempige (Filz-) Hut war Schutz gegen Sonne und Regen. Gelegentlich wurde der Esslöffel daran befestigt.

Muschel
Die Muschel ist seit dem 11. Jahrhundert das Zeichen der Jakobspilger. Befestigt wurde die Muschel an der Pilgertasche, später an Hut, Mantel oder am Rosenkranz.

Pilgertasche
Die Pilgertasche war ursprünglich ein kleiner Sack aus Tierhaut, später eine lederne Tasche. Dass sie klein war, hatte auch symbolische Gründe: So konnte nur das Nötigste mitgenommen werden.

Pilgerstab
Der Stab war etwa brusthoch, hatte am oberen Ende einen Knauf mit Haken, an dem der Quersack hing, und am unteren Ende eine Eisenspitze. Er diente als Gehhilfe auf schwierigen Wegstrecken oder um kleine Gewässer zu überspringen, und der Pilger konnte sich damit gegen Hunde oder Wegelagerer verteidigen.

 

Tasche und Stab wurden dem Pilger bei einem Aussendungsritus überreicht.

 

Pilgerausweis/Pilgerpass
Der gestempelte Pilgerausweis berechtigt seit jeher zur Übernachtung in den Pilgerhospizen. Zu manchen Zeiten erhielten Pilger bei Vorlage des Ausweises
ermäßigte Preise.

Mantel
Die knielange Pelerine (von französisch pélerine = Pilger) war typisch für den Pilger im Mittelalter. Der weite, ärmellose Mantel schützte vor regen und Kälte und diente gleichzeitig als wärmende Decke für unterwegs.

Trinkflasche
In einem meiste als Kürbis abgebildeten Trinkgefäß (Kalebasse) oder in einer aus Ton gebrannten Bocksbeutelflasche wurden Wein und Wasser aufbewahrt. Die Flasche konnte an den Gürtel oder an den Wanderstab gehängt werden.




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