Körper einstimmen
Als Training für den Jakobsweg ist es wichtig, regelmäßig längere Etappen zu gehen. Dann fällt es später leichter, die Tagesetappen kontrolliert durchzugehen. Das erspart Schinderei und ist entspannter und schöner. Wichtig wäre auch, das Tragen des Rucksacks zu üben, ruhig ab und zu voll bepackt. So kann sich der Körper ein wenig daran gewöhnen.
Innere Einstellung
Auch das ist Training: Man sollte sich schon vorher Gedanken machen, dass man lange von zu Hause weg ist und während dieser Zeit auf einen gewissen Komfort verzichten muss. Schlechtwettertage wird es auch geben. Nennen wir es mal so: Ich muss auch mal leiden können und leiden wollen! Das macht eine solche Unternehmung aber auch interessant und die schlechteren Tage bleiben oft im Gedächtnis. Bei mir war das auf einer Expedition in China so. Auf einen Tag mit gutem Wetter folgten vier Tage mit schlechtem und das zog sich so durch. Diese extremen Bedingungen sind mir im Nachhineien am stärksten präsent.
Das A und O
Ich wünsche jedem, der den Jakobsweg durchzieht, viel Freude und Spaß dabei. Ich bitte ihn aber auch – das ist für mich das A und O – auf dem Weg immer die Natur zu respektieren. Bitte keinen Müll zurücklassen oder Dinge wegwerfen, wo sie nicht hin gehören. Ich habe gelesen, dass mittlerweile jährlich 125.000 Menschen auf dem Jakobsweg pilgern. Da ist die Gefahr groß, dass die Natur zerstört wird.
Das Interview mit Jörg Pitschmann führte Claudia Sommer