"Und dann kam nach der Taufe die Überraschungs-Hochzeit – so, wie wir es wollten"
Christine Sammler, geb. Thein (35), und Thomas Sammler (37), getraut am 16. November 2008 in St. Sebastian, Steinsfeld, getraut von Diakon Manfred Griebel
Eigentlich hatten wir am 8.8.08 kirchlich heiraten wollen. Aber eine Woche nach der standesamtlichen Trauung wusste ich, dass ich schwanger bin – und der errechnete Geburtstermin war der 17.8.08! Also war klar, dass wir uns dieses Datum abschminken können. Wir haben uns dann entschieden, nach der Geburt Taufe und Hochzeit zu verbinden, aber ohne den ganzen Trubel, das wäre uns zu viel Aufregung gewesen. Wir haben unsere Familien also nur zur Taufe eingeladen – übrigens auch an einem besonderen Datum, dem 16.11.08. Das ist nämlich erstens mein Geburtstag und außerdem der Jahrestag unserer standesamtlichen Trauung.
Es hat sich keiner gewundert, wie groß wir die Taufe feiern wollen; auf die Idee, dass das unser Hochzeitsfest wird, kam keiner! Nach der Taufe sagte dann der Diakon: "So, und jetzt kommen wir zum zweiten Teil!“. Mein Mann und ich gingen nach vorne und legten unser Eheversprechen ab. Die Gäste sind fast umgefallen vor Überraschung!
Im Nachhinein denke ich, dass die Entscheidung so richtig war. Wir haben es so gemacht, wie wir wollten, nicht so, wie andere es erwarten. Das einzige, was ich heute daran bedaure: Ich konnte kein weißes Kleid anziehen, sonst wäre der Überraschungseffekt ja weg gewesen. Deswegen haben wir leider auch keine richtigen Hochzeitsbilder.
Für die Gestaltung unserer "Traufe" haben wir moderne Lieder gewählt, weil sie uns einfach mehr sagen. Und die Fürbitten habe ich selbst geschrieben, weil mir die vorgefertigten zu unpersönlich waren. Ich finde es schön, dass unsere Hochzeit und die Taufe so miteinander verknüpft waren, und der 16.11. ist jetzt natürlich unser Familientag!