Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Liborius

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Samstag, 4. Februar 2012 Veronika
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Verlag Liboriusblatt


Wir sind Liborius

glaubenslust.de heißt ab heute Liborius.de! Was neu wirken mag, ist eigentlich ein Zeichen von Kontinuität: Als Online-Auftritt der Printmagazine Liboriusblatt, Liborius Magazin und Bayerisches Sonntagsblatt ist die moderne Internet-Plattform Liborius.de gleichzeitig Teil einer langen katholischen Tradition – und hat mit dem Heiligen Liborius einen ganz besonderen Patron

Kaum jemand hätte die St. Liborius Medaille für Einheit und Frieden mehr verdient als der Heilige Liborius selbst. Alle fünf Jahre wird dieser besondere Orden an die verliehen, die sich mit christlichen Werten um die Einheit Europas gemacht haben. Zur Zeit seiner Verdienste war Liborius, der „Brückenbauer Europas“, bereits gestorben. Doch lebt er weiter – nicht zuletzt im Liborius Verlag, der auf konsequent-christlichem Kurs weitersegelt, auch in für Christen stürmischen Zeiten wie heute

Foto: Liboriusblatt
Papst Johannes Paul II. begrüßt die "Liboriusfamilie"

Dafür gab es vor zehn Jahren sogar den päpstlichen Segen: Papst Johannes Paul II. begrüßte am 11. März 1999 eine Pilgergruppe als „große Familie“. Zum hundertjährigen Bestehen ihrer Zeitschrift waren Redakteure, Leser und Herausgeber des Liboriusblattes in den apostolischen Palast gekommen und wurden vom Papst beglückwünscht. Durch die Einheit eines gemeinsamen Glaubens und eine klare inhaltliche Ausrichtung besteht die von Papst Johannes Paul II. so genannte „Liboriusfamilie“ bis heute bereits in fünfter Generation. Druckverbot, Papierknappheit, Bombenkrieg und Säkularisierung zum Trotz, konnte sich das Liboriusblatt in der konfessionellen Presselandschaft behaupten -  ohne finanzielle Unterstützung der Kirche. Die Kombination aus Tradition und Fortschritt bietet vielen Lesern bis heute zeitgemäße christlich-katholische Orientierung, Bildung und Unterhaltung. Wie im Liboriusblatt, so auch im katholischen Monatsmagazin LiMa, das Sie als User bereits kennen. Es wir ebenfalls ab der kommenden Ausgabe umbenannt und heißt jetzt Liborius Magazin.

Ein Heiliger und sein Blatt – interessante Parallelen

Die Verehrung des Liborius lief zaghaft an. Erst allmählich verbreitete sich die Kunde von der Wirksamkeit des Heiligen Liborius gegen Nierensteine, und mehr Pilger machten sich auf zur Apostel-Basilika in Le Mans. Allerdings sprachen sich die Wunder, die sich an seinem Grab ereigneten, nur langsam herum. Eine Parallele zur Wochenzeitung, die später nach ihm benannt werden sollte: Der Auftakt des Liboriusblattes war mäßig, die Startauflage im Jahr 1899 betrug 3000 Exemplare. 1965 erreichte es den Höhepunkt seiner Auflage mit 219.000 verkauften Exemplaren jede Woche und wurde es zur beliebtesten Wochenzeitung für die katholische Familie in deutscher Sprache.

Foto: Heiligenlexikon

Synonym für Orientierung

Und wann und wie kam die Liboriusverehrung erst richtig in Schwung? Der Auslöser dürfte gewesen sein, als sein Leichnam im Jahr 836 verschenkt wurde. Bischof Badurad von Paderborn war unzufrieden mit dem wachsenden religiösen Desinteresse in seinem noch jungen Bistum. Auch Kaiser Ludwig dem Frommen missfiel das heidnische Treiben und er beauftragte Bischof Aldric von Le Mans, dem Bistum Paderborn die Reliquien des Heiligen Liborius zu schenken. Das Volk sollte durch etwas Greifbares und Wundertätiges wieder an den Glauben erinnert werden. Dies wirkt im Verlag und für die Leser bis heute fort: Liborius ist ein Synonym für Orientierung in chaotischen Zeiten.

Liebesbund: Der älteste Vertrag der Welt

Bereits die Überführung  der Reliquie wurde damals von einem Wunder begleitet. Auf dem Rückweg von Le Mans flog der Gesandtschaft aus Paderborn ein Pfau voran. Der Vogel zeigte den Geistlichen den Weg. Als die Reisegruppe am Pfingsttag die Stadt erreichte und die Schwelle des Paderborner Doms überschritt, flog der Pfau auf die Domspitze und fiel dann tot vom Dach. Pfauen, die auch Sinnbild der Herrlichkeit Gottes sind, begegnen einem in Paderborn heute noch überall.

Noch etwas aber hat bis heute Bestand: Die Gabe der Reliquien wurde als Zeichen der Freundschaft zwischen der fränkischen und der sächsischen Kirche mit einem Liebesbund besiegelt. Er gilt heute als ältester gültiger Vertrag der Welt. Über nationale Barrieren hinweg halfen sich die Bistümer Le Mans und Paderborn beim Wiederaufbau der zerstörten Gemeinden nach dem Zweiten Weltkrieg. Am Liboriustag, dem 23. Juli jeden Jahres, treffen sich Bischöfe aus bis zu über zehn Ländern in Paderborn. Sie gedenken des Friedensstifters und tragen beim Liborifest seinen Schrein in einem festlichen Umzug durch die belebten Straßen. Und auch die im 9. Jahrhundert gegründete Liboriusbruderschaft betet heute noch für die Verstorbenen und den Heiligen Liborius.

Der Tradition bewusst – zurück zur Corporate Identity

So also lebt der Heilige Liborius weiter. Im bunten Blätterwald vielfältiger Meinungen gebe es den Ruf nach einer katholischen Stimme, so drückte sich Johannes Paul II. aus. „Möge sie weiterhin im Liboriusblatt zu lesen sein!“, gab er der Liboriusfamilie in seinem Abschiedssegen als Auftrag mit auf den Weg.

Die engagierten Mitarbeiter und Verleger der Zeitung haben immer Interesse an Fortbestehen und Entwicklung des Verlages und seiner Produkte gehabt. Die Leser haben es seit jeher gedankt. Mit der Umbenennung dieses nun nicht mehr ganz jungen Online-Magazins identifizieren wir uns wieder mehr denn je mit dem Gedanken von Tradition und Fortschritt des Verlages und seiner Produkte – unsere „Glaubenslust“ trägt jetzt den Namen Liborius.de.

Julius Thiemann

 

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