Figaros Hochzeit
von Mozart
Die "Hochzeit des Figaro" werden die Wenigsten als "christliche" Oper einstufen. Und trotzdem gibt es Elemente, die klassisch christliche Motive aufgreifen. Besonders das Ende spiegelt viel von christlichem Humanismus und christlicher Moral wieder. Dann nämlich, wenn der Graf am Ende des vierten Aktes seinen Irrtum einsieht, Reue zeigt und ihm die Gräfin verzeiht. Zuvor aber hat die Gräfin den „Gott der Liebe“ mit den Worten „Hör mein Fleh'n, Gott der Liebe" angerufen. Der Rest der Oper ist bekannt: In vier Akte wird die Fortsetzung des Der Barbier von Sevilla, ein Theaterstück von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais, erzählt. Die Hauptperson ist der Kammerdiener Figaro, dessen Verlobte von Graf Almaviva, der Herr Figaros, begehrt wird. Figaro will seine Verlobte Susanna, die zugleich Zofe der Gräfin Rosina ist, heiraten. Dadurch nimmt das Unheil seinen Lauf und es kommt zu einem Verwirrspiel, das sich erst in der letzten Szene auflöst. Am Ende steht nicht nur die Liebe des Fiagaros und Susanna, sondern auch die Liebe zwischen dem Pagen Cherubino und Barbarina, die maßgeblich zur Verwirrung beigetragen haben.
Uraufführung: 1. Mai 1786