Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Rinaldo

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Rinaldo

Foto: Winfried Hösl/Bayerische Staatsoper

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Rinaldo

von Georg Friedrich Händel

Es war die erste Oper, die Georg Friedrich Händel in London schrieb. Allerdings verwendet er dabei Element aus früheren Werken, ehe er sogar 1731 eine neue und überarbeitete Version schuf. Held der drei Akte ist der Ritter Rinaldo. Er ist Feldherr des Generals Goffredo, der mit seinem christlichen Kreuzfahrerheer Jerusalem belagert. Goffredo verspricht Rinaldo seine Tochter Almirena, wenn es diesem gelingt, Jerusalem einzunehmen.  
Über die Stadt herrscht Argante, der mit dem christlichen Heer einen Waffenstillstand ausgehandelt hat. Er nutzt ihn, um die Zauberin Armida zu befragen. Sie prophezeit ihm Jerusalems Untergang, wenn Rinaldo nicht ausgeschaltet werden kann. Argante sinnt auf eine List und vertraut auf die Magie der Hexe. Sie entführt Almirena durch einen Zauber und bringt Rinaldo dazu, Hilfe bei dem christlichen Magier Mago zu suchen.
Auf dem Weg dorthin versucht die Zauberin Armida, Rinaldo in die Falle zu locken, was ihr am Ende auch gelingt. Währenddessen bedrängt Argante Almirena, er will seine Gefangene zur Frau. Doch sie weist ihn zurück.
Erst Goffredo gelingt es mit Hilfe von Mago die gefangenen Almirena und Rinaldo zu befreien. Danach erobern die Kreuzfahrer unter Führung von Rinaldo Jerusalem und Armida konvertiert zum Christentum. Nicht nur aufgrund dieses Endes ist die Oper heute umstritten, zeichnet es doch ein sehr zweifelhaftes Bild von dem Miteinander der Religionen. Besonders die klischeehaft gezeichneten Charaktere und die simple Schwarz-Weiß-Malerei lehnen viele ab. Andere wollen dieses Werk Händels ironisch gedeutet wissen – eine eindeutige und allseits anerkannte Interpretation gibt es nicht.


Uraufführung: 9. März 1842

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