Der Pfarrer als beliebte Figur auf Leinwand und Mattscheibe: Der evangelische Theologe Ronald Uden, der das Forschungsprojekt "Pfarrer im Film" leitet, analysierte bereits mehr als 270 Pfarrerfilme: "Wir haben uns gefragt, warum die Gottesdienste in Deutschland leerer werden und immer mehr Menschen diese Form der Darstellung von Religion unerträglich finden, während gleichzeitig in den Filmen ein so positives Bild von Pfarrern und Kirche gezeichnet wird", so der Theologe im KNA-Interview.
Ein Trend hat für ihn die Serie "Oh Gott, Herr Pfarrer" 1988 gesetzt: hin zum Menschlichen. Die 13 Folgen mit Robert Atzorn markierten mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent den Durchbruch des Pfarrerfilms. Teilweise wurde dabei eine mehrminütige Predigt so spannend eingebaut, "dass die Zuschauer nicht abschalten".