Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Alles über Taufpaten - mit Test

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Donnerstag, 24. Mai 2012 Dagmar, Ester
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Infos zum Patenamt

Taufe (Foto: istock)


Der Pate

Infos zum Patenamt plus Test: "Welcher Pate passt zu unserem Kind?"

Früher war er vor allem da, um die Taufe zu bezeugen – heute ist er da, um den Getauften auf seinem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten. Welche Voraussetzungen ein Taufpate erfüllen muss und wie Eltern den richtigen Paten für ihr Kind auswählen

Der Begriff „Pate“ kommt vom lateinischen „pater spiritualis“ bzw. „patrinus“ und heißt so viel wie geistlicher Vater oder Mit-Vater. Die religiöse Bindung des Wortes „Pate“ betont im Englischen der „Godfather“ – der „Gottvater“. Gemeint ist also ein von Gott eingesetzter Vater, der dem Kind – und damit auch seinen Eltern – zur Seite gestellt wird, um bei der christlichen Erziehung und der Vermittlung von christlichen Werten zu helfen.

Seine ursprüngliche Funktion als Taufzeuge hat der Pate längst verloren. Als es noch keine Kirchenbücher gab, waren die Paten da, um die Taufe eines Menschen zu bezeugen. Doch auch wenn diese Rolle als Taufzeuge heute nicht mehr im Vordergrund steht, sollten Eltern bei der Taufe ihres Kindes auf den Paten nicht verzichten – nur in Ausnahmefällen kann eine Taufe auch ohne Paten stattfinden. Bei der Tauffeier in der Kirche spricht der Pate gemeinsam mit den Eltern stellvertretend für den Täufling das Glaubensbekenntnis und verpflichtet sich, sein Patenkind auf dem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten. Obwohl heute im Todesfall der Eltern keine Fürsorgepflicht mehr für das Patenkind besteht, begreifen es viele Paten nach wie vor als ihre Aufgabe, im Notfall für sein Wohl zu sorgen.

Pate bei Taufe (Bild: istock)

In der katholischen Kirche kann Pate werden, wer folgende rechtliche Voraussetzungen erfüllt:

  1. Er oder sie muss katholisch getauft und gefirmt sein. Zum Zeitpunkt der Taufe darf der Pate nicht aus der Kirche ausgetreten sein.
  2. Er oder sie muss 16 Jahre alt sein.
  3. Er oder sie darf nicht Vater oder Mutter des Kindes sein.
  4. Er oder sie muss bereit sein, diesen Dienst zu übernehmen.

Wenn zwei Paten (es genügt auch einer) die Patenschaft übernehmen, sollten sich ein Mann und eine Frau diese Aufgabe teilen. Neben den Paten können Eltern außerdem auch noch einen Taufzeugen einsetzen. Dieser muss ebenfalls getauft sein, kann aber auch einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehören.

Während das Patenamt in der evangelischen Kirche rein formal nach der Konfirmation endet, besteht es in der katholischen Kirche das ganze Leben über fort. Eltern sollten also gut überlegen, wem sie dieses Ehrenamt übertragen wollen. Bei der Auswahl des Taufpaten können sich Eltern beispielsweise folgende Fragen stellen:

-       Soll der Pate ein Verwandter oder ein Freund sein?

-       Wie wichtig ist der regelmäßige Kontakt zwischen Pate und Patenkind? Und kann der Pate diese Erwartung zum Beispiel hinsichtlich des Wohnortes oder eigener beruflicher Verpflichtungen erfüllen?

-       Welche Rolle spielt es, ob es ein Taufpate oder eine Taufpatin ist?

-       Wie groß ist das Vertrauen in die Person?

-       Wie wichtig ist die christliche Erziehung durch den Paten?

-       Für welche Werte und Weltanschauung sollte der Pate stehen?

-       Sollte der Pate einen ähnlichen Lebens- und Erziehungsstil haben wie die Eltern oder sollte dieser bewusst anders sein?

Auch unser Test „Welcher Pate passt zu unserem Kind?“ hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Paten – legen Sie gleich los, hier geht’s zum Test!

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