Bereit werden für das Gebet
Übung ideal: im bequemen Sitzen
Neigen Sie sich ein wenig vor und machen Sie ein Kreuzzeichen.
Bauen Sie vom Becken aus die gerade Haltung wieder auf. Spüren Sie die Wirbelsäule und ziehen Sie sie ein wenig nach oben. Den Kopf aufrecht.
Nehmen Sie das Kinn etwas zurück, damit Nacken und Wirbelsäule eine Gerade bilden.
Ihr Blick ruht auf einem Punkt etwa ein Meter entfernt auf dem Boden.
Spüren Sie die Schwerkraft im Becken und gehen Sie eine leichte Pendelbewegung nach vorn und zurück, bis Sie die Mitte gefunden haben.
Nehmen Sie wahr, wie es von selbst in Ihnen atmet. Lassen Sie die Ausdehung des Zwerchfells kommen und wieder gehen. Tun Sie nichts.
Gehen Sie nun Ihren Körper von den Füßen bis zum Kopf durch. Lassen Sie sich im Ausatmen los – besonders da, wo Sie erhöhte Anspannung fühlen.
Lassen die Wirbelsäule in ihrer rechten Spannung, sacken Sie nicht zusammen.
Nehmen Sie nun Ihr Gebet oder Ihre Meditation auf. Achten Sie nicht mehr auf Ihren Körper und die Ausatmung.
Kommen Sie am Ende wieder aus der Stille heraus, indem Sie Kopf, Hände und Finger ein wenig bewegen und sich dann, wie am Anfang, verneigen.
Wirkung: Der Übergang von eventuell vielen Gedanken des Alltags in das schweigende Dasein vor Gott wird erleichtert. Sie können sich besser sammeln und erfahren tiefere Ruhe.
Religiöser Bezug: "Meine Augen sollen jetzt für das Gebet an diesem Ort offen sein, und meine Ohren darauf achten." (2 Chronik 7,15)