Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Tittmoning

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Samstag, 4. Februar 2012 Veronika
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Auf den Spuren des Papstes

Das Traumland aus Benedikts XVI. Kindheit

Alle Welt bringt Marktl am Inn mit Benedikt XVI. als Ort seiner Herkunft in Verbindung. Wenn sich der Papst dem kleinen Ort nahe Altötting auch sehr verbunden fühlt: Erinnerung hat er an seine ersten beiden Lebensjahre dort keine. Sie setzt erst mit der Zeit im malerischen Tittmoning an der Salzach ein, rund 30 km von Salzburg entfernt. 

Dort erlebte er in der Klosterkirche Gottesdienste, deren feierliche Liturgie ihn als kleiner Bub zutiefst beeindruckte und prägte. Dort pilgerte er regelmäßig mit seinen Geschwistern und seiner Mutter zu idyllisch gelegenen Ponlach-Kapelle. Dort liegt, was er später das "Traumland meiner Kindheit" nennen wird.

Klicken Sie auf das Bild, Benedikt XVI. führt Sie höchstpersönlich durch sein geliebtes Tittmoning, die Zitate stammen aus seinem Buch "Aus meinem Leben":

Blick auf Tittmoning

Geboren war Benedikt XVI. 1927 in Marktl am Inn, wo seine Familie wohnte, bis er zwei Jahre alt war: "Die zweite Station unserer Wanderschaft war Tittmoning, die kleine Stadt an der Salzach, deren Brücke zugleich die Grenze nach Österreich bildet. Tittmoning, architektonisch ganz vom Salzburgischen her geprägt, ist das Traumland meiner Kindheit geblieben."

Stadtplatz mit Ratzinger-Wohnhaus

"Die Gendamerie und damit auch unsere Wohnung war in dem wohl schönsten Haus am Stadtplatz untergebracht, das einst dem Stiftskapitel gehört hatte."

Tafel am Haus

"Freilich – die Schönheit der Fassaden verbürgt kein bequemes Wohnen. Das Pflaster der Böden war brüchig, die Stiegen hoch, die Zimmer verwinkelt."

Blick zum Stadtplatz

"...Küche und Wohnzimmer waren eng, dafür war das Schlafzimmer der ehemalige Kapitelsaal, was auch nicht gerade bequem gewesen ist. Für uns Kinder war das alles eher geheimnisvoll und spannend, für die Mutter aber, auf der die Last der Hausarbeit ruhte, bedeutete dies alles doch sehr viel Mühsal. Um so glücklicher war sie, wenn sie mit uns ein wenig wandern konnte."

Stadtplatz

Benedikts XVI. erste Kindheitserinnerungen sind in Tittmoning beheimatet, und auch Jahre später gerät er ins Schwärmen: "Da ist der große, ja, majestiätische Stadtplatz mit seinem noblen Brunnen..."

Stadtplatz

"...begrenzt vom Laufener und vom Burghausener Tor, von stolzen alten Bürgerhäusern umschlossen – wahrhaftig ein Platz, der größeren Städten Ehre machen würde. Besonders die nächtens beleuchteten weihnachtlichen Auslagen der Geschäfte sind mir wie eine wunderbare Verheißung in Erinnerung geblieben."

Prägende Erinnerung an Klosterkirche

"Am meisten aber liebten wir die schöne alte barocke Klosterkirche, die einst den Augustiner-Chorherren gehört hatte, nun aber liebevoll von den Englischen Fräulein betreut wurde. (....) Ganz besonders hat sich meiner Erinnerung das ,heilige Grab' mit vielen Blumen und bunten Lichtern eingeprägt, das zwischen Karfreitag und Ostern hier aufgerichtet war und das Geheimnis von Tod und Aufersethung vor allem rationalen Begreifen den äußeren und inneren Sinnen nahekommen ließ."

Rund um die Ponlach-Kapelle

"Mit alledem sind noch bei weitem nicht alle Besonderheiten erzählt, die uns unsere Stadt liebenswert machten und uns stolz sein ließen darauf. Wenn man den Hügel hochstieg, der sich über dem Tal der Salzach erhebt, so kam man zu der Ponlach-Kapelle, einem liebenswerten barocken Heiligtum, das rings von Wald umgeben ist; daneben rauschen die klaren Wasser der Ponlach zu Tale."

Innehalten bei der Ponlach-Kapelle

"Oft sind wir drei Kinder mit unserer guten Mutter hier heraufgepilgert und haben den Frieden dieses Ortes auf uns wirken lassen."

Kirche innen

Burg über Tittmoning

"Und dann ist da natürlich die mächtige Burganlage nicht zu vergessen, die sich über der Stadt erhebt und von vergangener Größe erzählt."

Burtgtor

Auf Wiedersehen in Tittmoning!

Benedikt XVI. verbrachte drei Jahre in Tittmoning, bevor seine Familie nach Aschau am Inn zog, wo er seine Grundschulzeit verlebte.

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