Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Trauerarbeit

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Donnerstag, 9. Februar 2012 Anna Katharina Emmerick
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Trauerarbeit



Trauerarbeit: Wichtige Hinweise

Das Wichtigste, was Sie brauchen, um einen furchtbaren Verlust annehmen zu können, ist Zeit. Nehmen Sie sich diese Zeit. 

  • Haben Sie Geduld mit sich. Akzeptieren Sie das Wechselbad Ihrer Gefühle. Seien Sie nicht zu streng mit sich, wenn manches jetzt nicht klappt und Sie sich seelisch empfindsam und verwundet fühlen.

  • Holen Sie sich Unterstützung. Hilfe bieten Freunde, Verwandte, Ihr Arzt, Seelsorger, Psychotherapeuten, Beratungsstellen, Gesprächskreise für Trauernde oder spezielle Trauerseminare

  • Setzen Sie sich Ziele und strukturieren Sie Ihren Tag. Planen Sie Ihren Tagesablauf (morgens aufstehen, jeden Tag eine frische Mahlzeit kochen, die Trauergruppe aufsuchen...). Wenn es Ihnen besser geht, können Sie Ihre Ziele ausweiten (zum Beispiel sich beruflich weiterbilden, ein Ehrenamt übernehmen...).

  • Planen Sie schwierige Zeiträume. Laden Sie verständnisvolle Menschen ein oder besuchen Sie Ihnen nahe stehende Personen an Tagen, die sehr belastend für Sie sind, zum Beispiel der Todestag des Verstorbenen.

  • Lindern Sie Ihr Alleinsein. Knüpfen Sie Kontakte (Selbsthilfegruppe, Verein...). Häufig hilft auch die Betreuung eines Haustieres, wieder mehr Freude und „Leben“ ins Haus zu bringen.

  • Verzeihen Sie sich Fehler. Todeswünsche gegenüber dem Verstorbenen, weil die Pflege so anstrengend war, Streitereien, Versäumnisse usw. lösen oft Schuldgefühle aus. Verzeihen Sie sich Schwächen und (vermeintliche) Fehler. Sie waren fast nie wirklich beabsichtigt und sind oft aus einer Überforderung entstanden.

  • Erlauben Sie sich, wieder glücklich zu werden, und gehen Sie liebevoll mit sich um. Gönnen Sie sich Gutes, indem sie sich zum Beispiel Massagen geben lassen, sich selbst Blumen schenken und freudige Erlebnisse zulassen.

  • Stellen Sie Fotos auf. Das Bedürfnis, mit dem Verstorbenen innerlich verbunden weiterleben zu wollen, ist in Ordnung. Vielleicht gehen Sie gemeinsame Wege noch einmal ab, besuchen Sie gemeinsame Orte, stellen eine Kerze und Fotos auf. Horchen Sie in sich hinein, was Ihnen gut tut – und auch, was Sie lieber ruhen lassen wollen.

Quellen:

 

kt

Foto: Fotolia
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