Gibt es die „richtigen Worte“, mit denen wir Trauernde trösten können?
Eine unverzichtbare Hilfe, in Trauer Trost und Halt zu finden, sind sicherlich Menschen, die für uns da sind, die unsere Trauer ernst nehmen. Dabei kommt es nicht auf viele Worte an. Oft genügt es, wenn einfach einer da ist, der zuhört, dessen Nähe wir spüren dürfen.
Aber auch wenn wir solche Menschen nicht finden, sind wir durch Jesus Christus nicht völlig allein gelassen.
Das den Menschen nahezubringen und hier die „richtigen Worte“ zu finden, ist nicht immer leicht. Oft hilft das gelebte Beispiel mehr als jedes Wort.
Einer Ihrer Lieblingstexte, in dem Sie selbst schon Trost gefunden haben:
„Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten.
Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.
Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus. Er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander - wenn auch unter Schmerzen - zu bewahren.“
Das war Dietrich Bonhoeffer - am Heiligen Abend 1943.
Interview: kt
Link: Augustiner in Wien
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