Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Trauersprüche

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Donnerstag, 9. Februar 2012 Anna Katharina Emmerick
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Trauersprüche


Sprüche und Gedichte für Trauerkarten


Gib mir die Sprache der Tränen, Gott.
Gib mir die Gabe der Sprache.
Reinige mich vom Verschweigen.
Gib mir die Wörter,
den neben mir zu erreichen.

Dorothee Sölle

Doch es ist Zeit,
dass wir von hinnen gehen:
Ich um zu sterben,
ihr um zu leben.

Sokrates

 

Ihr habt jetzt Traurigkeit,
ich werde euch aber wieder sehen
und euer Herz wird sich freuen.

Johannes 16,22

 

Es gibt Menschen,
deren einmalige Berührung mit uns
für immer den Stachel in uns zurücklässt,
ihrer Achtung und Freundschaft
wert zu bleiben.

Christian Morgenstern

 

IM TOD IST DAS LEBEN
Und die das Abenteuer wagen,
dies zu glauben.
Nicht nur in der Theorie,
sondern jeden Tag,
in jeder dunkeln Stunde,
in jeder großen und kleinen Krise,
in jedem kleinen und großen Sterben.
GEHEIMNIS DES GLAUBENS

Edeltraud Gruber

 

Lasst uns einander mit einem Lächeln begegnen,
denn das Lächeln ist der Anfang der Liebe

Mutter Teresa von Kalkutta

 

Gebet ist unser Weg zu den Toten,
das Band der Liebe,
der Anfang der Vereinigung.

Reinhold Schneider

 

Euch wird das Leben gewandelt, nicht genommen.

Michelangelo

  

Alles verändert sich,
aber dahinter ruht ein Ewiges.

Goethe

Das einzig wichtige im Leben
sind Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir Abschied nehmen.

Albert Schweitzer


Das schönste Denkmal,
das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen der Mitmenschen.

Albert Schweitzer

Dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig
geworden, daß er über Tote und Lebende Herr sei.

Römer 14,9

 

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
Er gewährt meiner Seele Erquickung,
treu seinem Namen.

Psalm 23

 

Der liebe Gott flößt keine unerfüllbaren Wünsche ein.
O mein Gott. Du hast meine Erwartungen übertroffen,
und ich, ich will Deine Erbarmungen besingen.

Therese von Lisieux

 

Der Tod ist das Tor zum ewigen Leben.Der Tod kommt nur einmal,und doch macht er sichin allen Augenblicken des Lebens fühlbar.Es ist herber, ihn zu fürchten,als ihn zu erleiden.

Jean de La Bruyère


Die Erinnerung ist das einzige Paradies,aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Dietrich Bonhoeffer

 

Die größten Menschen sind jene,
die anderen Hoffnung geben können.

Jean Jaurès

 

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
und eine Last fallen lassen dürfen,
die man lange getragen hat,
das ist eine köstliche, wunderbare Sache.

Hermann Hesse

 

Ich glaube, dass wenn der Tod
unsere Augen schließt,

wir in einem lichte stehn,

von welchem unser Sonnenlicht

nur Schatten ist.


Arthur Schopenhauer

 

Nur wer die Herzen bewegt,
bewegt die Welt.

Ernst Wiechert

 

Die Frucht macht deutlich,
dass der Tod der Blüte
unumgänglich war.
Im Nachhinein
wird vieles klar,
wo von vornherein
kein Durchblick war.
Im Rückblick werden wir
erleben dürfen,
dass auch das sinnvoll war,
was wir für sinnlos hielten.
Darum hab’ von vornherein
Vertrauen;
nimm dein Leben an,
so, wie es ist!
Sei gewiss:
Letztlich
wird alles gut.

Elmar Gruber

 

Erfahren wir das freudige Gefühl der Gemeinschaft der Heiligen neu und lassen wir uns zum Ziel unserer Existenz leiten: der Begegnung mit Gott von Angesicht zu Angesicht. Lasst uns dafür beten, dass dies das Erbe aller Verstorbenen sein möge, nicht nur unserer Lieben, sondern aller Seelen, insbesondere derer, die am meisten vergessen sind und der göttlichen Barmherzigkeit bedürftig sind.

Benedikt XVI.

 

Das, was dem Leben einen Sinn verleiht,
gibt auch dem Tod Sinn.

Antoine de Saint-Exupéry

 

Mich lässt der Gedanke an Tod in völliger Ruhe.
Ist es doch so wie mit der Sonne:
Wir sehen sie am Horizont untergehen,
aber wir wissen, dass sie „drüben“ weiter scheint.

Johann Wolfgang von Goethe


Der Tod ist nichts,
ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war,
bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen,
den ihr mir immer gegeben habt,
sprecht mit mir,
wie ihr es immer getan habt.

Gebraucht nicht eine andere Redensweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Bedeutung,
ohne Spur eines Schattens.

Das Leben bedeutet das
was es immer war,
der Faden ist nicht durchgeschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.

Charles Péguy

 

Ich kann mir denken,
dass du lange Nächte schlaflos liegst,
unerträglich lange Nächte.

Dann irrlichtern die Gedanken irgendwohin
und wollen sich nicht einfangen lassen.
Dann ist es gut, wenn dir sein Bild
klar vor deine inneres Auge stellst,
das Bild,
das du in glücklichen Tagen von ihm hattest,

als er dir besonders nahe erschien,
als etwas besonders Schönes gelang,

als du besonders groß von ihm dachtest.
Nicht so, dass du dir etwas vormachst,
sondern klar und wahrhaftig.

So bildet sich in deiner Seele ein Raum,
in dem du wohnen kannst

und in dem vielleicht auch der Schlaf gelingt.
Seine Stimme hören.
So, als komme sie
nicht nur aus der Erinnerung, sondern von drüben.

So werden die leisen Stimmen vernehmbar,

auch die Stimme Gottes, auf eine neue Weise.

Als die Stimme eines Friedens,
der nicht von dieser Welt ist.


Jörg Zink


Man muss weggehen können
und doch sein wie ein Baum:

als bliebe die Wurzel am Boden, 
als zöge die Landschaft und wir ständen fest. 

Man muss den Atem anhalten, bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt, bis das Licht von Spiel und Schatten, 

von Grün und Blau, die alten Muster zeigt und wir zuhause sind, wo es auch sei 

und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab unserer Mutter. 


Hilde Domin

 

Und ich fand Lissabon in seinem Lächeln trauriger als meine erloschenen Städte.
Ich kenne, und vielleicht kennen auch Sie jene etwas sonderbaren Familien, die an ihrem Tisch einem Toten den Platz freihalten. Sie leugnen das Endgültige. Aber nie schien mir dieser Trotz ein Trost sein. Tote muss man dem Tode lassen. Dann wird ihnen, in der Rolle des Totseins, eine andere Form des Daseins zuteil. Jene Familien aber verzögerten ihre Wiederkehr. Sie machten ewig Abwesende aus ihnen, Tischgenossen, die zu spät daran sind für die Ewigkeit. Sie tauschten die Trauer gegen ein leeres Warten. Diese Häuser schienen mir in ein hoffnungsloses Unbehagen getaucht, das ganz anders würgt als der Kummer. Um den Flieger Guillaumet, den letzten Freund, den ich verlor und der im Dienst der Flugpost umkam, mein Gott! um ihn hab ich die Trauer auf mich genommen. Guillaumet wird sich nie mehr verändern. Er wird nie mehr da sein. Ich habe sein Gedeck auf meinem Tisch geopfert, diese unnütze Schlinge, ihn zu fangen, und habe aus ihm einen richtigen toten Freund gemacht.

Antoine de Saint-Exupéry, „Bekenntnis einer Freundschaft“, Karl Rauch Verlag

 

kt

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