Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: 15 Prozent weniger Spenden

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Kirche und Eine Welt

15 Prozent weniger Spenden

Trotz zurückgegangenem Spendenaufkommen in 2011 will sich das katholische Hilfswerk Adveniat noch stärker für die Bildung der unteren sozialen Schichten einsetzen.

Adveniat hilft Menschen in Armut, wie hier in Bogota (Foto:dpa).
Adveniat hilft Menschen in Armut, wie hier in Bogota (Foto:dpa).

Lateinamerika ist die Region, in der das Hilfswerk Adveniat sich engagiert. Die rückläufigen Spenden im Jahre 2011 ändern daran nichts. 42,3 Millionen Euro brachten die Kollekten und Spendenaktionen im vergangenen Jahr ein. 15 Prozent weniger als im Vorjahr. „Das haben wir durch Zuführung von 9,8 Millionen Euro aus unseren Rücklagen nicht nur ausgleichen können. Die allgemeinen Projektförderungen konnten sogar erhöht werden“, berichtete Adveniat Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka in der Bilanzpressekonferenz.

Armut verschärft


Der Vorsitzende der Bischöflichen Aktion Adveniat, der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, betonte bei der gleichen Gelegenheit, dass sich im Zeichen der Globalisierung die Armut in Lateinamerika noch verschärft habe. Die Investition in Bildung sei daher eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Lateinamerikas. „Deshalb werden wird die in Lateinamerika praktizierte ganzheitliche Pastoral weiter fördern", stellte der Ruhrbischof fest.

Seit 1961


1961 rief die Deutsche Bischofskonferenz die Bischöfliche Aktion Adveniat ins Leben. Die Zielsetzung des Hilfswerkes war und ist die pastorale Hilfe für die Ortskirchen in Lateinamerika und in der Karibik. Im Jahre 1998 wurden „Grundlagen und Orientierungshilfen“ für die Projektbearbeitung verabschiedet. Kirche und Gesellschaft haben seitdem einen grundlegenden Wandel erfahren. Trotz sich ändernder Gemeindestrukturen spielt das weltkirchliche Engagement in den deutschen Pfarrgemeinden weiterhin eine bedeutende Rolle. Mit ihren Spenden wollen die Menschen „aus dem Glauben heraus weltweite Solidarität zu üben, sich für Gerechtigkeit und Frieden als einer Wirklichkeit des Reiches Gottes einzusetzen und die Pastoral der Ortskirchen in den anderen Kontinenten stärken. So beschreibt Adveniat die Motivation der Spendenden.

Haiti im Brennpunkt


Auch zwei Jahre nach der Erdbebenkatastrophe steht Haiti weiterhin im Brennpunkt. Adveniat arbeite, so Bischof Overbeck, am Wiederaufbau der kirchlichen Infrastruktur und von Bildungseinrichtungen. „Für Haiti gilt in besonderer Weise: Die Unterstützung durch Adveniat ist notwendig", unterstrich Overbeck.

Arbeit der Basisgemeinden

Im laufenden Jahr 2012 nimmt Adveniat die kirchlichen Basisgemeinden in Lateinamerika in den Blick. „Die Mitglieder der kirchlichen Basisgemeinden, die aus der gemeinsamen Lektüre des Wortes Gottes heraus ihre eigene Situation reflektieren und positiv verändern wollten, sind aus der Realität der Kirche Lateinamerikas nicht mehr wegzudenken“, Christian Frevel, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit und Bildung im Rahmen der Pressekonferenz. Die Adveniat-Jahresaktion wird am 1. Adventssonntag 2012 in Hildesheim eröffnet. Thema "Basisgemeinden" wird Adveniat, in Zusammenarbeit mit "missio", auch auf dem 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim im Mai vorstellen.




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