Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Bach – ein Mann und sein Oratorium

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Glaube und Musik

Bach – Ein Mann und sein Oratorium

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört zur Adventszeit und zum Weihnachtsfest dazu wie Adventskranz, Christbaum und Plätzchen. Wer war dieser Bach eigentlich?

Zufrieden blickt Johann Sebastian Bach vom Sockel seines Denkmals vor der Leipziger Thomaskirche (Foto: dpa).
Zufrieden blickt Johann Sebastian Bach vom Sockel seines Denkmals vor der Leipziger Thomaskirche (Foto: dpa).

Sein Werk kennt jeder, der schon einmal stilvoll besinnliche Advents- oder Weihnachtskonzerte besucht hat. Viele Heiligabende in den Familien werden mit CDs seines Werkes untermalt. Von zärtlich leise (Ich steh an deiner Krippe hier), über kraftvoll heiter (Jauchzet, frohlocket) bis manchmal gar ein wenig martialisch (Wenn die stolzen Feine schnauben) kommt das Weihnachtsoratorium daher. Es bietet eine unglaubliche musikalische Vielfalt, die alle ergreift, die es einmal gehört haben, noch tiefer aber sicherlich diejenigen packt, die es selbst in einem Chor gesungen haben.

Leipziger Uraufführung 1734

Erstmalig wurde das Weihnachtsoratorium, das auch sechs Teilen besteht, ist sicher das volkstümlichste der Werke Bachs. Erstmals aufgeführt wurden die Teile vom Leipziger Thomanerchor in sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Dreikönigsfest 1735. Heute wird das Oratorium meist in Konzerten in der Advents- oder Weihnachtszeit ganz oder in teilen aufgeführt.

Bach, der Klaviervirtuose


Wer war nun der Schöpfer dieses großen Werkes, der Mann, der diesem Stück so viel musikalisches Leben eingehaucht hat: Johann Sebastian Bach. Bach wurde am 31. März 1685 in Eisenach geboren. Er verstarb am 28. Juli 1750 in Leipzig. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Barockzeit. Als Komponist wurde Bach zu seinen Lebzeiten durchaus nicht so geschätzt, wie man es aus heutiger Sicht heute erwarten würde. Ein Schicksal, das er mit vielen anderen großen Musikschaffenden teilt. Bach war eher als Organist und Klaviervirtuose bekannt.

Wiedergeburt durch Wiener Klassik


Nach seinem Tod gerieten seiner Werke zunächst völlig in Vergessenheit. Die Wiener Klassik brachte Bach wieder ans Tageslicht, als sich die Komponisten der damaligen Zeit mit den Werken Bachs auseinandersetzten. Felix Mendelsohn war es, der 1829 Bachs Matthäus-Passion erstmalig wiederaufführte. Er löste damit einen regelrechten Bachboom aus. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Musik Bachs in jedem klassischen Repertoire fest verankert.

Langer Schaffensweg


Ab 1703 wirkte Johann Sebastian Bach in Arnstadt als Organist. Allerdings nicht immer zur Freude des konservativ-protestantischen Konsistoriums. Sie rieben sich an dem jungen Bach und seiner anderen Art, die Orgel, zu spielen. Bach wurde ermahnt, die Gemeinde in den Gottesdiensten bei der Orgelbegleitung nicht durch „befremdliche Zwischenspiele, Verzierungen und Modulationen“ zu verwirren. Gott sei Dank beeinflusste ihn das offenbar nur wenig sonst wären die wunderbaren Läufe in den bachschen Werken nicht das, als was sie uns heute erfreuen. Weimar, Köthen und Leipzig waren die großen Stationen auf dem musikalischen Weg Johann Sebastian Bachs. Ende Mai 1723 trat Bach seinen Dienst in Leipzig an. Als Thomaskantor war er für die vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich.

Unser GLORIA

Johann Sebastian Bach ist so in seinem Leben zu einem der großen Komponisten der musica sacra geworden. Lieben auch Sie Kirchenmusik? Dann besuchen Sie doch unser Portal GLORIA und schauen Sie täglich in unseren musikalischen Adventskalender.  




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