Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Burnout: Wenn nichts mehr geht

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Seele im Nebel

Burnout: Wenn nichts mehr geht

Immer häufiger liest und hört man heute von Burnout- Erkrankungen. Beschäftigt man sich näher mit dem Thema, wird schnell eines klar: Burnout ist alles andere als eine Modediagnose.

Burnout: Wenn man sich den Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen fühlt. (Foto: Imago).
Burnout: Wenn man sich den Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen fühlt. (Foto: Imago).

Es ist keine Erkrankung, die festgestellt wird, wenn den Ärzten nichts mehr einfällt. Burnout ist eine Folge des immer schneller werdenden Informationszeitalters, das uns keinen Raum mehr zur Entschleunigung lässt. Dazu wachsen die Herausforderungen und persönlichen Anforderungen im Beruf. Internet, Handy und Soziale Netzwerke mit der Folge der ständigen Erreichbarkeit tun ihr Übriges, damit Menschen nicht mehr zur Ruhe kommen.
 
Leben wir im Laufrad

 
Ein Leben im wie im Hamster-Laufrad bis zum völligen Zusammenbruch ist die Folge. Um einen Burnout zu erkennen muss man nicht nur sehr gut in sich hineinhören, sondern auch bereit dazu sein, sich ein zugestehen, dass die eigene Kraft nur endlich ist. Irgendwann ist der Akku leer. Das merken Burnout-Patienten allerdings meist erst, wenn die „Sicherung herausfliegt“.
 
Burnout in Zahlen
 
Hier einige beeindruckende Zahlen zu Thema Burnout:
 
-       Menschen die angeben, gelegentlich unter Stress zu stehen, in Prozent: 80
-       Menschen, die angeben, dass sie häufig oder ständig unter Stress stehen, in Prozent: 30
-       Menschen, die angeben, dass ihr Leben in den letzten Jahren immer stressiger geworden ist, in Prozent: 50
 
-       Altersgruppe, die am stärksten von Stress betroffen ist: 30-39
-       Menschen, die angeben unter Termindruck und Hetze zu leiden, in Prozent: 52
-       Menschen, die angeben unter Informationsüberflutung und ständige Erreichbarkeit zu leiden, in Prozent: 33
 
-       Hausfrauen und -männer, die angeben unter Stress zu stehen, in Prozent: 95
-       Hausfrauen und -männer, die unter Dauerstress stehen, in Prozent: 38
-       Schüler, die angeben, unter Stress zu stehen, in Prozent: 90
-       Schüler, die nach eigener Aussage unter häufigem oder permanentem Leistungs- und Prüfungsdruck stehen, in Prozent: 30
 
-       Menschen, die von Erschöpfung berichten bzw. dem Gefühl ausgebrannt zu sein, in Prozent: 31
-       Zunahme von Burnout-Patienten von 2003 - 2008, in Prozent: 17
 
-       Ausgaben für die Behandlung stressbedingter psychischer Krankheiten pro Jahr, in EUR: 27.000.000.000
-       Zunahme der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen vier Jahren, in Prozent: 33
-       Krankentage durch Burnout in 2008 in Deutschland, geschätzt: 10.000.000
-       Fehlzeiten durch Burnout in Deutschland, in Mannjahren, geschätzt: 40.000

 
Quelle: Kundenkompass Stress, TK, FAZ-Institut, Mai 2009; Spiegel Online, Schwerpunkt Burnout, September 2011; www.burnout-zentren.de
 
Über Burnout lesen
 
Will man sich den Burnout nähern, sollte man sich mit Menschen befassen, die eine Burnout-Erkrankung durchlitten und danach versucht haben, ihr Leben neu und danach einzurichten. Dazu zählen auch viele Prominente, wie Star-Koch Tim Mälzer oder die Kommunikationsprofessorin Miriam Meckel. Meckel, die Freundin der ARD Moderatorin Anne Will, beschreibt in ihrem biographischen Werk „Brief an mein Leben“ nicht nur ihren fünfwöchigen Klinikaufenthalt im Allgäu. Sie lässt vielmehr einen Blick in die Seele einer  sehr erfolgreichen aber auch sehr vom Erfolg getriebenen jungen Frau zu. Ein wirkliches lesenswertes Buch zum Burnout.

Videos zum Thema

Aber auch einige interessante Videos beschreiben die Krankheit und den Umgang damit. Klicken Sie auf die Links, die Videos öffnen sich in einem neuen Fenster.
 
Massendiagnose Burnout - SPIEGEL TV Magazin

BIG direkt gesund Podcast - Burnout-Syndrom

"Medizinische und psychologische Aspekte des Burnout-Syndroms" - EudaimonBGM

Welt der Wunder RTL 2 – Wenn nichts mehr geht

Der Burnout-Check der Versicherung

Die BIG direkt gesund Kasse bietet im Internet einen Burnout-Check an, mit dem man testen kann, wie groß das Burnoutrisiko für sich selbst ist. Hier geht's zum Burnout-Check.
 




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Die Kommentare der Liborius-User:


von Sobota

am Donnerstag, 1. Dezember 2011

"Zunahme der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen vier Jahren, in Prozent: 33"
Allein diese Tatsache sollte Firmenleitungen und Führungskräfte ernsthaft darüber nachdenken lassen, wie man einem Burnout vorbeugen kann.

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