Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Cäcilia: Patronin der Kirchenmusik

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Kirche und Musik

Cäcilia: Patronin der Kirchenmusik

Gestern war der Festtag der Heiligen Cäcilia. Sie ist irgendwie auch die Patronin unseres neuen Portals GLORIA. Die Römerin ist zuständig für alles war mit Kirchenmusik und Chören zu tun hat.

Die Heilige Cäcilia wird meist mit Musikinstrumenten dargestellt (Foto: dpa).
Die Heilige Cäcilia wird meist mit Musikinstrumenten dargestellt (Foto: dpa).

Seit kurzer Zeit ist unser neues Kirchenmuskikportal GLORIA online. Unter www.gloria-musik.de finden sich  alle Gruppen, Chöre und Solisten, die sich der Musica Sacra von der klassischen bis zur modernen Form verschrieben haben, wieder. Jeder hat bei uns die Gelegenheit, sich und sein Werk zu präsentieren.

Glaube und Unschuld

Die Heilige Cäcilia hätte sich bestimmt bei GLORIA angemeldet, wenn ihr das im Jahre 200, als sie dem Vernehmen nach geboren wurde, schon möglich gewesen wäre. Eine hübsche Römerin soll sie gewesen sein. Ihre Eltern verheirateten sie gegen ihren Willen. Sie aber bewahrte sich ihre Unschuld auch nach der Hochzeit, weil ein Engel sie beschützte. Cäcilia bekehrte viele Menschen zum Glauben.

Die Legende

Der Präfekt Almachius ließ Cäcilia nach einem heftigen Streit in ein kochendes Bad setzen, doch sie empfand nur Kühle. Das Wasser vermochte nicht, ihr Schaden zuzufügen. Also versuchte ein Henker, im Auftrag von Almachius, Cäcilia drei Mal durch Schwerthiebe zu enthaupten. Es gelang ihm der Legende nach aber nicht, ihr den Kopf abzuschlagen. Mit ihrer schweren Verwundung lebte Cäcilia noch drei Tage weiter. In dieser Zeit vermachte sie all ihr Gut den Armen.

Ob Cäcilia tatsächlich eine historische Gestalt ist, ist fraglich. Ihre Leidensgeschichte ist wohl erst nach dem Jahr 486 entstanden. Zuvor kam die Heilige in zeitgenössischen Schriften nicht vor. Um die Mitte des 5. Jahrhunderts begann die setzte Verehrung Cäcilias nachweisbar ein. Ihr wurde eine Kirche im römischen Stadtteil Trastevere geweiht. Erwiesen ist wohl auch, dass das Fest zu ihrer Verehrung ab dem Jahr 545 gefeiert wurde, und zwar am 22. November.

Die Kirchenmusik

Erst im Spätmittelalter wurde Cäcilia zur Patronin der Kirchenmusik. Diese Ehre beruhte wohl auf einem Fehler in einer Übersetzung ihrer Legende. Demnach soll sie auf ihrer Hochzeit, bei der sie ihre Jungfräulichkeit bewahrte, selbst auf der Orgel gespielt haben. Zu Ehren der Heiligen Cäcilia wurden in der Folge große Chor- und Orchesterwerke komponiert. Henry Purcell komponierte 1683 das Laudate Ceciliam. Händel schrieb 1739 seine Ode for St. Cecilia’s Day. Schließlich war es Josef Haydn, der eine eigene Cäilienmesse komponierte. Übrigens sein längstes Werk.

Viele Chöre feiern, ungeachtet der unklaren Legende der Heiligen, Ende November jährlich ihr Cäcilienfest als Höhepunkt des Chorjahres. Dort werden neue Mitglieder feierlich aufgenommen und Jubilare geehrt.




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