Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Das Klima geht uns alle an

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
Augenblicke|Nachrichten|Wissen|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Spiele

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Drucken | Versenden | Mail an die Redaktion

Glaube und Umwelt

Das Klima geht uns alle an

Die Politik bekommt die so wichtigen Klimaschutzziele mal wieder nicht auf die Reihe. Dabei haben gerade wir Christen eine besondere Verantwortung für unsere Schöpfung.

Ökosünden in westlichen Industrieländern haben schon heute Einfluss auf die Klimaveränderungen zum Beispiel in Afrika. (Foto: dpa)
Ökosünden in westlichen Industrieländern haben schon heute Einfluss auf die Klimaveränderungen zum Beispiel in Afrika. (Foto: dpa)

Die Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban verheißt nichts Gutes. Wer in den vergangenen Jahren auf eine positive Entwicklung hin zu einem nachhaltigen weltweiten Klimaschutz gehofft hatte, der wird wohl mächtig enttäuscht sein. Die größten Klimaschädlinge sind nach wie vor nicht bereit, sich in einer Allianz mit den übrigen Ländern auf verbindliche Klimaziele festzulegen.

Einflüsse auf das Klima


In diesen Tagen hat die Stiftung „European Climate Foundation“ (ECF) ein Webportal zum Wissen über das Klima und die Einflüsse auf seine Entwicklung gestartet. Klimafakten.de heißt die Seite, die sich mit Stammtischparolen rund ums Klima wissenschaftlich fundiert auseinandersetzt. Thesen wie „der Klimawandel findet gar nicht statt“, „die Sonne ist Ursache“ oder „der Meeresspiegel steigt gar nicht“ werden verständlich aber dennoch auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse widerlegt. Klimawissenschaftler führender Forschungseinrichtungen aus Deutschland und der Schweiz haben an den Antworten zu den Klimathesen mitgewirkt.

Bewahrung der Schöpfung als Staatsziel

Auch Papst Benedikt XVI. und seine Vorgänger haben sich bei vielen Gelegenheiten an die Politik gewandt und ein Gegensteuern gefordert, das die Bewahrung der Schöpfung zum Staatsziel erklärt. Machtkalkül und schnöder Mammon scheinen aber weitaus mehr zu wiegen als der erhalt einer funktionierenden Umwelt für die kommenden Generationen. „Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen“ heißt ein Spruch, der die ideologische Ecke der ökologisch bewegten schon lange verlassen hat. Ein immer Mehr an Wachstum mit den entsprechenden Folgen auch für die Umwelt kann nicht gut gehen. Diese Erkenntnis sollte nach der Finanzkrise, vor der man auch an die unverrückbare Stabilität der Märkte geglaubt hatte, nicht mehr aus dem Blick geraten. Ein ungehemmtes Wachstum schadet vielleicht nicht im Moment aber auf Dauer. Darüber hinaus werden faire globale Prozesse erschwert, wenn immer mehr Länder in der Wachstumsspirale abgehängt werden.

Pflichten gegenüber der Umwelt

Papst Benedikt XVI. hat in seiner großen Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Ausbeutung nicht erneuerbarer Ressourcen zu stoppen. Dazu hat er die technologisch fortschrittlichen Länder dazu aufgerufen, ihren Energieverbrauch zu verringern. „Unsere Pflichten gegenüber der Umwelt verbinden sich mit den Pflichten, die wir gegenüber dem Menschen an sich und in Beziehung zu den anderen haben. Man kann nicht die einen Pflichten fordern und die anderen unterdrücken. Das ist ein schwerwiegender Widerspruch der heutigen Mentalität und Praxis, der den Menschen demütigt, die Umwelt erschüttert und die Gesellschaft beschädigt.“

Diese Erkenntnis des Heiligen Vaters sollten sich die Politiker in einer Zeit, in der wir immer mehr von Naturkatastrophen heimgesucht werden zu Eigen machen. Dann wird vielleicht deutlich, dass das Handeln beim Klimaschutz keine nette Geste der Politik im heute ist sondern eine Pflicht, die sie gegenüber den kommenden Generationen hat. 

Diskutieren Sie mit uns über den Klimawandel und unseren Auftrag als Christen zur Bewahrung der Schöpfung.





Übermittlung Ihrer Stimme...
5.0 (3 x bewertet)


Ihre Meinung zu diesem Thema (Sie müssen nicht angemeldet sein):

Ins Gästebuch eintragen
  (wird nicht angezeigt)
(* Pflichtfeld)

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt