Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: "Dem Weihnachtsmann die rote Karte"

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
Augenblicke|Nachrichten|Wissen|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Spiele

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Drucken | Versenden | Mail an die Redaktion

Glaube und Heilige

"Dem Weihnachtsmann die rote Karte"

Prominente wie die Sängerin Maite Kelly machen sich stark für die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“. Der Nikolaus ist mehr als ein Geschenkeonkel im roten Bademantel vom Nordpol.

Maite Kelly verteilt Schokoladennikoläuse an Kinder in der Münchner Fußgängerzone. Sie wird unterstützt durch den Nikolaus, durch den Münchener Weihbischof Engelbert Siebler (li.) und durch Monsignore Georg Austen (re.), Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Foto: Bonifatiuswerk
Maite Kelly verteilt Schokoladennikoläuse an Kinder in der Münchner Fußgängerzone. Sie wird unterstützt durch den Nikolaus, durch den Münchener Weihbischof Engelbert Siebler (li.) und durch Monsignore Georg Austen (re.), Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Foto: Bonifatiuswerk

„Wir zeigen dem Weihnachtsmann die rote Karte“, rief heute Maite Kelly den Menschen in Münchens Fußgängerzone zu. Die Sängerin und Gewinnerin der RTL-Tanzshow let’s dance unterstützt mit anderen Prominenten die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ des Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Aus diesem Grund verteilte das Mitglied Kelly-Familie gemeinsam mit dem Münchener  Weihbischof Engelbert Siebler in der bayerischen Metropole Schokoladennikoläuse an Kinder und Erwachsene.

Purer Kommerz

Maite Kelly machte dabei deutlich, was sie von dem Weihnachtsmanngetue hält: „Der Weihnachtsmann ist für mich Oberflächlichkeit pur, reiner Kommerz.“ Als kompletten Gegenentwurf dazu sieht die Künstlerin den Heiligen Nikolaus. „Er zeigt uns, worauf es wirklich ankommt im Leben: und das ist die Nächstenliebe.“ Gerne setze sie sich deshalb schon seit einigen Jahren für die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ des Bonifatiuswerkes ein. „Vor allem die Kinder sollen erfahren, dass es mehr gibt, als den Geschenkeonkel im roten Bademantel vom Nordpol.“

Vorbild Nikolaus


Selbst im urkatholischen Bayern ist es dem Weihnachtsmann gelungen, dem Nikolaus Konkurrenz zu machen. „Der heilige Bischof Nikolaus von Myra ist mit seinen guten Taten ein großes Vorbild besonders für die Kinder und wir wollen, dass das so bleibt“, erwartet Weihbischof Siebler. Es gehe im Kern darum, die Traditionen und Bräuche um den heiligen Nikolaus zu erhalten. „Bei uns steht der heilige Nikolaus im Kalender und so soll es bleiben. In die Familien kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern der heilige Nikolaus.“

Werte betonen

Mit diesen Argumenten wirbt auch Monsignore Georg Austen, der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken für den weihnachtsmannfreien Nikolausstiefel. „Ohne Kindern und Familien die Freude zu vermiesen – wir dürfen uns den heiligen Nikolaus und unsere Tradition nicht von einer weißbärtigen Werbefigur namens Weihnachtsmann nehmen lassen.“ Der Nikolaus stehe für Werte wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Schenken und bereite damit auf den wahren Kern des Weihnachtsfestes vor, unterstrich Monsignore Austen. „Der heilige Nikolaus zeigt uns auf dem Weg zum Weihnachtsfest, was Menschwerdung auch für unser Leben bedeuten kann.“




Übermittlung Ihrer Stimme...
5.0 (2 x bewertet)


Ihre Meinung zu diesem Thema (Sie müssen nicht angemeldet sein):

Ins Gästebuch eintragen
  (wird nicht angezeigt)
(* Pflichtfeld)

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt