„Wir zeigen dem Weihnachtsmann die rote Karte“, rief heute Maite Kelly den Menschen in Münchens Fußgängerzone zu. Die Sängerin und Gewinnerin der RTL-Tanzshow let’s dance unterstützt mit anderen Prominenten die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ des Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.
Aus diesem Grund verteilte das Mitglied Kelly-Familie gemeinsam mit dem Münchener Weihbischof Engelbert Siebler in der bayerischen Metropole Schokoladennikoläuse an Kinder und Erwachsene.
Purer Kommerz
Maite Kelly machte dabei deutlich, was sie von dem Weihnachtsmanngetue hält: „Der Weihnachtsmann ist für mich Oberflächlichkeit pur, reiner Kommerz.“ Als kompletten Gegenentwurf dazu sieht die Künstlerin den Heiligen Nikolaus. „Er zeigt uns, worauf es wirklich ankommt im Leben: und das ist die Nächstenliebe.“ Gerne setze sie sich deshalb schon seit einigen Jahren für die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ des Bonifatiuswerkes ein. „Vor allem die Kinder sollen erfahren, dass es mehr gibt, als den Geschenkeonkel im roten Bademantel vom Nordpol.“
Vorbild Nikolaus
Selbst im urkatholischen Bayern ist es dem Weihnachtsmann gelungen, dem Nikolaus Konkurrenz zu machen. „Der heilige Bischof Nikolaus von Myra ist mit seinen guten Taten ein großes Vorbild besonders für die Kinder und wir wollen, dass das so bleibt“, erwartet Weihbischof Siebler. Es gehe im Kern darum, die Traditionen und Bräuche um den heiligen Nikolaus zu erhalten. „Bei uns steht der heilige Nikolaus im Kalender und so soll es bleiben. In die Familien kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern der heilige Nikolaus.“
Werte betonen
Mit diesen Argumenten wirbt auch Monsignore Georg Austen, der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken für den weihnachtsmannfreien Nikolausstiefel. „Ohne Kindern und Familien die Freude zu vermiesen – wir dürfen uns den heiligen Nikolaus und unsere Tradition nicht von einer weißbärtigen Werbefigur namens Weihnachtsmann nehmen lassen.“ Der Nikolaus stehe für Werte wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Schenken und bereite damit auf den wahren Kern des Weihnachtsfestes vor, unterstrich Monsignore Austen. „Der heilige Nikolaus zeigt uns auf dem Weg zum Weihnachtsfest, was Menschwerdung auch für unser Leben bedeuten kann.“