Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Ehrenamtstag: Die Kirche lebt

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Kirche und Ehrenamt

Ehrenamtstag: Die Kirche lebt

Ehrenamtliches Engagement in der Kirche wird immer gerne gesehen, aber nicht immer ausreichend gewürdigt. Das Erzbistum Köln feierte gestern einen eigenen Ehrenamtstag.

Bei herlichem Sonnenschein ließen die ehrenamtlich Engagierten sich auf dem Roncalliplatz feiern. (Foto: PEK-Nele Harbeke)
Bei herlichem Sonnenschein ließen die ehrenamtlich Engagierten sich auf dem Roncalliplatz feiern. (Foto: PEK-Nele Harbeke)

Mehr als 5 Millionen Männer, Frauen und Kinder engagieren sich ehrenamtlich für die katholische Kirche. Sie wirken in Gruppen, Initiativen, Organisationen und Verbänden. Grundlage des Einsatzes von Laien in der Kirche ist die dogmatische Konstitution „Lumen gentium“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. Erstmalig in der Kirchengeschichte äußert sich hier das Lehramt zur Lehre von der Kirche. „Lumen gentium“ benennt das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen. So wird deutlich gemacht, dass die Kirche nicht nur institutionellen Charakter hat. Vielmehr wird der Charakter der Kirche als mystischer Leib Christi und „Wanderndes Gottesvolk“ beschrieben.

Eine Ehre für die Kirche

"Es ist eine Ehre für die Kirche, dass es Euch Ehrenamtliche gibt", ruft Weihbischof Heiner Koch den Besuchern des Ehrenamtstages auf dem Kölner Roncalliplatz zu. Im Schatten des Kölner Domes macht er deutlich: „Dass Kirche lebt, sieht man vor allem an den vielen engagierten Ehrenamtlichen sehen.“

Dank des Himmels

Als wollte auch der Himmel seinen Dank für den tollen Einsatz der Menschen abstatten, strahlt die Sonne über der Domstadt. Auf der Bühne geht es mächtig zur Sache. Hier spielt die Big Band des Collegium Josephinum in Bonn. Begonnen hat der Tag natürlich mit einer Pilgermesse. Denn an diesem Wochenende feiert Köln nicht nur den Ehrenamtstag sondern auch den Dom mit dem Schrein der Heiligen drei Könige. Es ist Domfallfahrt in der Metropole am Rhein.

Domwallfahrt

Ein Ereignis, dass der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner unter dem Eindruck des Kölner Weltjugendtages ins Leben gerufen hat. 2006 gab es die erste Domwallfahrt. In ihrem Mittelpunkt stehen die Besichtigung und Verehrung von Dreikönigsschrein, Mailänder Madonna und Gerokreuz. 2010 wurden 52.000 Pilger von dem Glaubensevent angezogen. 

Eigenes Ehrenamtslied

Zum Ehrenamtstag gab es dann gleich auch ein eigenes, von Stefan Baur und Band komponiertes Ehrenamtslied. „Das Texten ist mir gar nicht schwergefallen, weil ich selbst in meiner Gemeinde in Solingen ehrenamtlich aktiv bin“, berichtet Bauer. Der Refrain drückt aus, warum sich so viele Menschen als „Wanderndes Gottesvolk“ in der Kirche engagieren: "Ist mir ne Ehre, mit Euch hier was zu schaffen, wirklich was zu machen - Ist mir ne Ehre, Dir das zu tun - Ist mir ne Ehre, den Himmel damit zu erden, damit Menschen Menschen werden - Ist mir ne Ehre, mit Dir was zu tun!"

Der Ehrenamtstag wurde so zum vollen Erfolg. Die Organisatorin Elisabeth Pitsch war begeistert von der Fröhlichkeit und Freude der Teilnehmer. "Wir wollen mit diesem Tag den vielen Menschen Danke sagen, für ihren täglichen Einsatz.“




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