Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: "Ein Bett wär nett"

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Glaube und Bekenntnis

"Ein Bett wär nett"

Einen neuen Aufbruch wagen will der 98. Katholikentag, der vom 16. bis 20. Mai in Mannheim stattfindet. Jetzt werden erst einmal Privatbetten für die Teilnehmer gesucht.

Bürgermeister Christian Specht (stehend) und Dekan Karl Jung wollen Katholikentagsgäste nicht auf der Parkbank schlafen lassen (Foto: Katholikentag).
Bürgermeister Christian Specht (stehend) und Dekan Karl Jung wollen Katholikentagsgäste nicht auf der Parkbank schlafen lassen (Foto: Katholikentag).

"Der Katholikentag in Mannheim soll ein Zeichen setzten, dass wir zu Reformen bereit sind und einen neuen Aufbruch wagen wollen", betont ZdK-Präsident Alois Glück die inhaltliche Zielsetzung des Laientreffens. "Wir wollen uns damit ausdrücklich in die Tradition des II. Vatikanischen Konzils stellen, dessen Beginn sich im Katholikentagsjahr zum 50. Mal jährt und das wie kein anderes Ereignis der jüngsten Kirchengeschichte für den Mut zu Erneuerung und Aufbruch in der katholischen Kirche steht."

Die Geschichte des Katholikentages in einer Bildergalerie

Symbolwirkung der Privatquartiere

Doch vor der inhaltlichen Auseinandersetzung muss zunächst einmal der Schweiß der Organisatoren fließen. Diese sind derzeit heftig damit beschäftigt, Privatquartiere in Mannheim anzuwerben. Das geschieht mit einer eigenen Kampagne. Sie steht unter dem Motto "Ein Bett wär nett!" Dabei geht es nicht nur um die Schlafplätze an sich, sondern auch um die Symbolwirkung, die von den Privatquartieren ausgeht. „Menschen öffnen ihre Türen, Begegnung wird ganz konkret und erlebbar“, erklärt Peter Frankenberg, Vorsitzender des Trägervereins des 98. Deutschen Katholikentags am Freitag in Mannheim.
Und das gesetzte Ziel ist nicht gerade klein. Mindestens 4.000 kostenfreie Betten werden für die Großveranstaltung benötigt. Gesucht wird in in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und den umliegenden Ortschaften. Überall dort, wo die  Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr funktioniert. Schließlich erwartet der Katholikentag neben den 30.000  Tagesgästen aus der Region mindestens 25.000 Dauerteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet.

Erstes Bett ist klar

Das erste Bett ist schon sicher: Der Mannheimer Bürgermeister Christian Specht stellte in einer Pressekonferenz zum Auftakt der Privatquartiersuche sein Gästezimmer für den Katholikentag zu Verfügung. Seine Aufforderung: „Lasst uns diese Region im Mai zu einer Pilgerregion machen!“ Rhein-Neckar müsse zum "Santiago de Compostella Deutschlands werden. Allerdings sei hierbei nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel. „Und das Ziel ist der Katholikentag.“

Schirmherrin Joy Flemming

Die Vorsitzende des katholischen Dekanatsrates Gabriele Blank stellte den Mehrwert der Aktion in den Mittelpunkt. Sie habe bis heute Kontakt zu ihren Gastgebern vom Katholikentag 2008 in Osnabrück. Die Quartierkampagne steht unter der Schirmherrschaft der Sängerin Joy Fleming. "Tragen Sie dazu bei, dass die Veranstaltung ein unvergessliches Erlebnis wird und die Region ihre Besucherinnen und Besucher offen und herzlich empfängt", bittet sie.


Informationen zur Privatquartiersuche sind online abrufbar unter www.katholikentag.de/betten und können telefonisch unter der "Schlummernummer" 0621.76 440 222 erfragt werden.




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