Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Ein Zeichen der Verbundenheit

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Glaube und Christen

Ein Zeichen der Verbundenheit

Vom 18. bis zum 25. Januar beten Menschen weltweit für die Einheit der Christen.

Gemeinsames Beten und Singen prägte auch die ökumenischen Kirchentage, wie hier 2003 in Berlin (Foto: dpa).
Gemeinsames Beten und Singen prägte auch die ökumenischen Kirchentage, wie hier 2003 in Berlin (Foto: dpa).

Unter dem Leitwort „Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus“ steht die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die in diesem Jahr vom 18. bis 25. Januar auf der Nordhalbkugel und an Pfingsten auf der Südhalbkugel begangen wird. Katholische und protestantische Gemeinden auf der ganzen Welt beteiligen sich an der Gebetsinitiative.

Mehr als 100 Jahre

Der Ursprung Gebetswoche ist mehr als 100 Jahre zurück alt. Seit 1968 werden die jährlichen Themen und Texte von einer gemeinsamen Kommission des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und des Ökumenischen Rates der Kirchen erarbeitet. Als Vorlage dient ein Entwurf, der jedes Jahr aus einem anderen Land kommt und ein biblisches Leitthema entfaltet.

Wertvolles Zeichen

„Ein wertvolles Zeichen für die ökumenische Verbundenheit“ nennt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Gebetswoche. Das diesjährige Leitwort aus dem Korintherbriefes, das auf die Verwandlung vom Tod zum Leben schaue, verweise auf die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens. „Die Gebetswoche gibt uns eine gute Gelegenheit, uns gemeinsam dieser Verheißung zu vergewissern und uns gegenseitig in der Hoffnung zu bestärken“, macht Zollitsch eines der Anliegen der Woche deutlich.

Bedeutsames Leitwort

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hebt die Bedeutung des gemeinsamen Leitwortes hervor. „Das Gebet ist die elementare Sprache der Christenheit und überdies ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Kirchen in öffentlichen Äußerungen gegenüber anderen Parteien und Organisationen.“ Schneider erinnert an das Bekenntnis des Theologen Dietrich Bonhoeffer aus dem Jahre 1943: „Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Schicksal ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.“

Gemeinsames Beten


In diesem Jahr wurden der ökumenische Gottesdienst sowie die Meditationen und Gebete für die einzelnen Tage der Gebetswoche von einer Gruppe aus Polen vorbereitet. Die Texte laden dazu ein, über die verwandelnde Kraft des Glaubens nachzudenken. Für Deutschland wird der zentrale ökumenische Gottesdienst zur diesjährigen Gebetswoche am 22. Januar 2012 um 14.00 Uhr in der evangelischen Stadt- und Kathedralkirche St. Jakob zu Köthen gefeiert.




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