Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Einblick in ein Weltbild

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Einblick in ein Weltbild

Einblick in ein Weltbild

Die deutschen Bischöfe wollen sich vom Weltbildverlag trennen. Eine Folge der Ermahnung des Papstes zur „Entweltlichung“ der Kirche, oder schlicht die Erkenntnis, dass das Sortiment nicht immer zu dem passte, was Kirche verkündet?

Weil er in seinem Portfolio erotische und esoterische Literatur führt, trennt sich die Kirche vom Weltbild-Verlag. (Foto: Imago)
Weil er in seinem Portfolio erotische und esoterische Literatur führt, trennt sich die Kirche vom Weltbild-Verlag. (Foto: Imago)

Erfolgreich ist das Unternehmen Weltbild alle Male. Klicken Sie sich hier durch die Fakten! (Augenblicke öffnen sich in neuem Fenster)
  
Die Weltbild-Verlagsgruppe deckt nach eigenen Angaben folgende Geschäftsfelder ab:
 
- Internet- und Versandhandel in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Polen (Klub dla Ciebie, Joint Venture mit dem Bauer-Verlag)

- Stationärer Buchhandel: DBH Buch Handels GmbH & Co. KG (50/50- Partnerschaft mit der Familie Hugendubel) rund 490 Buchhandlungen (Marken: Hugendubel, Weiland, Habel, Schmorl & v. Seefeld, Wohlthat’sche, Weltbild, Jokers sowie die Shop in Shops bei Karstadt)

- Sortimente: Bücher, E-Books, Musik, DVDs, Software & Games, Haushalt, Garten & Technik, Geschenke & Trends, Spielwaren, Downloads,
- Jokers, Spezialist für Restauflagen und Sonderausgaben
- KIDOH, Spezialversand für hochwertige Spiele und Lernmittel
- Weltbild SammlerEditionen
- Verlage: Weltbild Buchverlag, Verlagsgruppe Droemer Knaur, München (50/50-Partnerschaft mit der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck)
 
 
Im Internet ist die Verlgasgruppe wie folgt unterwegs:
- weltbild.de, weltbild.ch, weltbild.at
- jokers.de, jokers.ch, jokers.at
- kidoh.de, kidoh.ch, fr.kidoh.ch, kidoh.at
- buecher.de (33%-Beteiligung)
- weltbild.com
 
Dennoch haben die Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild GmbH im November entschieden: „Den verbindlichen Vorgaben der Gesellschafter entsprechend soll der Aufsichtsrat sicherstellen, dass die angezeigten organisatorischen und strukturellen Maßnahmen für eine Veräußerung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH ohne jeden Verzug entschlossen aufgenommen werden.

Die Gesellschafter erwarten diesbezüglich eine vierteljährliche schriftliche und mündliche Berichterstattung der Geschäftsführung und zusätzlich des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters, die auch Angaben über die Zeitplanung enthält. Unabhängig davon sind alle Beteiligten in der Verpflichtung, zum Erhalt und der Sicherung des Unternehmenswertes beizutragen. Kirchliche und soziale Implikationen einer Veräußerung verdienen eine besondere Beachtung.“




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Die Kommentare der Liborius-User:


von Ursula Schmidt

am Montag, 12. Dezember 2011

Ich denke auch, dass es gut wäre Missstände in diesem Verlag zu beheben, anstatt einfach zu verkaufen. Eine eindeutige Bekenntnis zur Herkunft wäre wichtig. Hier in der Schweiz wirbt der Weltbild Verlag jetzt zu Weihnachten allein für die umstrittenden Kinderpatenschaften vom freikirchlichen Hilfswerk World Vision, anstatt auf die bewährten Hilfswerke aus der eigenen Kirche für sinnvolles Spenden hinzuweisen. Ein Armutszeugnis! Beim Weltbild gibt es einiges aufzuräumen.

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von Ursula Schmidt

am Montag, 12. Dezember 2011

Ich denke auch, dass es gut wäre Missstände in diesem Verlag zu beheben, anstatt einfach zu verkaufen. Eine eindeutige Bekenntnis zur Herkunft wäre wichtig. Hier in der Schweiz wirbt der Weltbild Verlag jetzt zu Weihnachten allein für die umstrittenden Kinderpatenschaften vom freikirchlichen Hilfswerk World Vision, anstatt auf die bewährten Hilfswerke aus der eigenen Kirche für sinnvolles Spenden hinzuweisen. Ein Armutszeugnis! Beim Weltbild gibt es einiges aufzuräumen.

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von Sobota

am Freitag, 9. Dezember 2011

Diese Vorgehensweise ist ein Zeichen mangelnder Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Erst versäumt man die Entwicklung des Verlages zu begleiten und dann will man sich von dem Verlag mit einem Paukenschlag trennen. Man hätte zum Beispiel eine Leitbild vorgeben können, um dessen Einhaltung konsequent einzufordern.
Wieder mal ein Zeichen dafür, dass sich die katholische Kirche im normalen Alltag schwer damit tut, verantwortlich mit ihren Mitarbeitern umzugehen. Statt in kleinen Schritten die eigene Verlagsgruppe an die gewünschten Wertevorstellungen heranzuführen wird überreagiert. Es dürfte kein Wunder sein, wenn durch solche Aktionen das Ansehen der Kirchen schaden nimmt.

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von Rösler

am Freitag, 9. Dezember 2011

Ich hoffe, die Katholische Kirche bereut es nicht eines Tages dieses florierende Unternehmen abgegeben zu haben. Man muss nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, man hätte auch nur das Badewasser erneuern können; sprich Missstände im Verlag beheben.

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von Marina Schmidt

am Freitag, 9. Dezember 2011

Schade, daß erst jetzt etwas getan wird. Die Verantwortlichen haben anscheinend mehr auf das Geld gesehen, daß mit esoterischem, pornografischem u. ä. Material verdient wird als auf christliche Werte. Da gibt es doch ein Bibelwort: Du kannst nicht zwei Göttern dienen, Gott oder dem Mammon.

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von Georg Neumann

am Freitag, 9. Dezember 2011

Es ist ein Zeichen der Mutlosigkeit, sich von einem bedeutenden Verlag zu trennen, anstatt Missstände zu beheben. Schließlich gehört der Weltbild-Verlag ja zu 100% der kath. Kirche. Bischöfe der selbstbewussten Tat, statt Bischöfe der Resignation brauchen wir in der heutigen Zeit!

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