Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Eingeladen zum Jahr des Glaubens

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Glaube und Kirche

Eingeladen zum Jahr des Glaubens

Was gibt es Besonderes zum Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils 2012? Das Geheimnis ist gelüftet: Uns erwartet ein „Jahr des Glaubens“.

Der Papst am Tage der Verkündigung des Jahres des Glaubens (Foto: dpa).
Der Papst am Tage der Verkündigung des Jahres des Glaubens (Foto: dpa).

Gibt es ein neues Konzil? Erwartet uns eine bedeutende Enzyklika? Was hat der Papst sich für das Goldjubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils ausgedacht? Diese Fragen wurden in Kirchenkreisen zuletzt immer wieder diskutiert. Eigentlich hatte Benedikt XVI: die Antwort schon lange gegeben und erst recht noch einmal bei seinem Deutschlandbesuch. Diesem Papst geht es um den Kampf gegen den zunehmenden Säkularismus und um die Stärkung des zurückgehenden Glaubens.

Im Blick hat Benedikt XVI. dabei tatsächlich vorrangig die Länder im Westen. Menschen, denen es materiell überwiegend gut geht, neigen dazu, den Blick für Gott zu verlieren. „Not lehrt beten“ heißt ein altes Sprichwort, dass dazu passt. Im Überfluss denkt man seltener an Gott als in schlechten Zeiten, in denen man ihn gern um seine Hilfe anruft.

Neue Impulse

Mit diesem Jahr des Glaubens will der Papst der Verkündigung der Kirche neue Impulse geben. Benedikt XVI. sieht die Menschen in einer Glaubenswüste und das treibt ihn um. Er möchte, dass die Kirche diese „Wüstenbewohner“ herauszuführt zum Ort des Lebens. Das ist für ihn der Ort der „der Freundschaft mit Christus, der uns das Leben in Fülle gibt“. In einem apostolischen Schreiben wir der Heilige Vater noch genau erklären, was in diesem Jahr im Zentrum stehen wird. Das „Jahr des Glaubens“ soll am 11. Oktober 2012 beginnen, am 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, und es wird am 24. November 2013, dem Christkönigsfest, enden. „Es wird eine Zeit der Gnade und einer immer engeren Verbindung mit Gott sein, um unseren Glauben an ihn zu stärken und ihn mit Freude den Menschen unserer Zeit zu verkünden“, ist Benedikt XVI. sicher.

Freier Blick

Nach dem verbreiteten Totalitarismus des 20. Jahrhunderts benötigen die Menschen „einen umfassenden Blick auf die Welt und die Zeit“, betonte Benedikt XVI. „Einen wirklich freien Blick, einen friedlichen Blick, den das zweite Vatikanische Konzil in seinen Dokumenten überliefert hat, und den meine Vorgänger, der Diener Gottes Paul VI. und der selige Johannes Paul II. In ihrer Lehre gezeigt haben.“

Weg der Gemeinschaft

Zur Evangelisierung bedürfe es der Gemeinschaft. Das habe bereits der große Evangelisator, der Heilige Paulus in seinen Briefen aufgezeigt gezeigt. Deshalb seien auch die „neuen Evangelisatoren gerufen, vor allem diesen Weg zu gehen, der Christus ist, um dem Nächsten die Schönheit der frohen Botschaft zu zeigen, die Leben gibt.“





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