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Es ist nicht leicht zu regieren

Es ist nicht leicht zu regieren

Man ist geneigt, gelegentlich vom politischen Chaos in Italien zu sprechen. Was macht eigentlich das Land aus, das im Süden Europas liegt und nicht nur durch seine vielen Küsten seit jeher zu den bevorzugten Urlaubsorten der Deutschen gehört?

Berlusconi-Nachfolger Mario Monti übernahm am 16. November 2011 das Amt des italienischen Ministerpräsidenten und steht vor einer schweren Aufgabe. (Foto: Imago)
Berlusconi-Nachfolger Mario Monti übernahm am 16. November 2011 das Amt des italienischen Ministerpräsidenten und steht vor einer schweren Aufgabe. (Foto: Imago)

Die Hauptstadt der parlamentarischen Republik Italien ist bekanntermaßen Rom. Auf einer Fläche von 301 Quadratkilometer (etwa 56 weniger als die Bundesrepublik Deutschland mit 357) leben Mehr als 60 Millionen Menschen.

Die Hymne Fratelli d’Italia erklang früher oft bei den Siegen von Michael Schumacher, als der Deutsche noch einen Ferrari steuerte. Jetzt hört man sie meist zu Ehren von Staatsoberhaupt Präsident Giorgio Napolitano oder dem frisch gebackenen Regierungschef Ministerratspräsident Mario Monti.

Berlusconi Rekordhalter

Die Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland belief sich Ende 2010 auf 2.676 Milliarden US-Dollar. In Italien sind es etwa 1.900 Milliarden.

Stabile Regierungen haben in Italien Seltenheitswert. Die längste Regierungszeit in vier Regierungen schaffte schließlich der gerade erst geschasste Silvio Berlusconi mit knapp 3300 Tagen im Amt. Ab Rang neun sind es weniger als 3 Jahre Amtszeit. Das zeigt: In Italien ist es nicht leicht zu regieren. Für diesen ständigen Wechsel spricht im Wesentlichen eine Zahl: Den 62 Nachkriegsregierungen standen daher 25 verschiedene Ministerpräsidenten vor. Das ist in Deutschland mit seinen 8 Kanzlern in der gleichen Zeit durchaus anders.

Viele Aufgaben für Monti

Das italienische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Senat (Senato della Repubblica) und der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati). Beide Kammern sind im Gesetzgebungsverfahren gleichberechtigt. Sie unterscheiden sich lediglich in der Anzahl, Zusammensetzung und Wahlmodus ihrer Mitglieder.

In der ausführenden Staatsgewalt hat Italien einen sogenannten Ministerrat als Regierung, dem ein Ministerpräsident vorsteht. Er verfügt allerdings nicht über die Richtlinienkompetenz eines Kanzlers sondern ist gleichberechtigtes Mitglied des Gremiums. Derzeit sitzen neben dem Ministerpräsident 18 Minister in der Regierung. Ministerpräsident Mario Monti hat selbst neben seinem Amt die Ämter als Wirtschafts- und Finanzminister inne.




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Die Kommentare der Liborius-User:


von replica watches Seimi

am Dienstag, 3. April 2012

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